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Alt 06.03.2009, 23:18   #1
Matthias
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Hi, wie in Miris Thread angekündigt nun hier: Feuer frei!
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Alt 06.03.2009, 23:27   #2
Matthias
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Ich fange mal an:

Ich habe vor vielen Jahren mal gefastet, ich kannte noch kein LC und war verzweifelt und wollte abnehmen und las im Netz vom Fasten natürlich nicht nur von den Vorteilen!
Dennoch wollte ich es testen, also auch nach Plan und ich fühlte mich gut, frei und entspannt nach 3 Tagen habe es 7 Tage gemacht.

Fazit: Ich hatte danach Rückenschmerzen, für Monate, unter den Schultern, vllt. war es Muskelschwund, da ja die Rückenmuskeln bei mir eh nicht so dolle sind.
Auch der Gedanke, das mein Herz auch ein Muskel ist machte mir Angst.
Fussel, du hast dir ja die Mühe gemacht, den Text abzutippen, das bestätigt meine damaligen Gedanken.
Die Abnahme war gering, da mach ich keinem was vor, Wasser und Muskeln kamen wieder, Fett auch aber kein Wunder, wenn man weniger Muskeln hat, da brauchts nach dem Fasten noch weniger an Energie um zuzunehmen.

Dennoch will ich nur deshaln dem Fasten nicht allen Sinn absprechen, man bekommt ein neues Gefühl für seinen Körper auch wenn sich es eso anhört

Bin auch andere Meinungen gespannt!
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Alt 06.03.2009, 23:36   #3
fussel
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Fasten Pro-Kontra-Rauf-Thread

Fasten ist die bekannteste aller ketogenen Diäten.
Ist es deshalb gesund, wie oft angepriesen?
Was passiert da tatsächlich hinter dem Modewort "Entschlackung"?

Zitat:
...
Jederzeit reproduzierbare Untersuchungen über die Stickstoffbilanz des menschlichen Organismus beim Verzicht auf eiweißhaltige Kost weisen auf, dass der Abbau menschlichen Proteins in den ersten fünf Tagen einer eiweißverarmten Diät, hier z.B. einer Null-Diät, 399g Eiweiß entsprechend einer Stickstoffausscheidung von 63,8g, das entspricht z.B. 1,995kg Muskulatur, beträgt. Mehr als die Hälfte des beim fünftägigem Fastens erzielten Gewichtsverlustes von 3,8kg ist also aussschließlich auf Eiweißabbau zurückzuführen!
Dass es sich dabei weniger um Muskaleiweiß mit mittlerer bis längerer biologischer Halbwertzeit handelt, als vielmehr in erster Linie um Proteine mit kurzer bis mittlerer biologischer Halbwertzeit, wie sie z.B. in Gestalt von Fermenten und hormonen als gerade für einen ungestörten Stoffwechsel bedeutsame Zellfunktionsregulatoren vorliegen, steht auf einem ganz anderen Blatt: zahlreiche langwierige Störungen des Ferment- und hormonhaushaltes (Verdauungs- und/oder Menstruationsbeschwerden, Sterilität, Potenzschwierigkeiten, Haar- und Hautschäden) im Gefolge derartiger Diäten haben hier ihre Ursache.
An diesen naturgesetzlich gegebenen Verhältnis ändert natürlich auch eine ärtzliche Überwachung rein gar nichts.
Der Abbau von für den Organismus wichtigsten Zellfunktionsregulatoren lässt sich nur durch die Zufuhr ausreichender Mengen hochwertigen Proteins mit der Nahrung verhindern!
...
Der Fettabbau beträgt mit insgesamt 820g noch nicht einmal 22% des Gewichtsverlustes von 3800g, und der Verlust an abgebauter wertvoller Eiweißsubstanz im Gewicht von 2kg übersteigt be idieser Diät die Entfettung um weit mehr als das Doppelte!
...
Diese Entfettung beginnt relevant erst nach ca. 2 Wochen Fasten, wenn die kurzlebigen Körperproteine bis an die Grenze der Existenzgefährdung abgebaut und zunehmend aus dem Aminosäure-Pool der nunmehr vorrangig zerfallenden Muskulatur regeneriert werden.
Dass dies keinesfalls immer gescheiht, beweisen die zahlreichen, auch nach rückkehr zu einer normalen Ernährung verbleibenden langjährigen Zyklus- und Empfängnisstörungen bei den Damen, und diffuse Störungen des Verdauungsgeschehens im anschluss an Null-Diäten, für welche die Ursachen überall, nur eben nicht im Zusammenhang mit der Null-Diät gesucht zu werden pflegen.
Quelle: Dr. rer. nat. Munzel "Die Diät"

Ich hab mehrmals gefastet, auch mit Glaubersalz und Tee, wie so üblich.
Ja, man fühlt sich toll - aber ketogen fühlt sich das ebenso an, weils wohl von den Ketonkörpern kommt.
Auch der oft angesprochene Schlackegeruch (also die Reinigung) in Atem und Urin, ist nur Aceton.

Was brachte es?
NICHTS. Also nichts, was sich ohne KH nicht auch empfinden lässt, wobei Letzteres halt dauerhaft ist.

Was kostete es?
Vermutlich meine Gallenblase und später ne Essstörung, deren Folgen ich noch heute ausbügele.


Mit meinem heutigen Wissen, würde ich so einen Blödsinn NIE wieder machen - nur als Phase mit genügend Eiweiß.
Selbst das habe ich gerade abgebrochen, weils nicht mehr in jenem grünen Bereich verlief, in dem ich seit der Ernährungsumstellung bin.
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Geändert von fussel (06.03.2009 um 23:49 Uhr).
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Alt 06.03.2009, 23:57   #4
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Ja, Reinigung ist ein gutes Stichwort, Entschlackung, das mit den Schlacken an sich ist schon recht unvorstellbar, das ein so perfektes biochemisches System wie unser Organismus Schlacken ansammeln soll und warum er diese gerade durch das Fasten, bei dem der Körper Stess hat und ums Überleben kämpft wieder verlieren soll!?
Was ist Schlacke? Urin und Kot, Ausatemuft und Haut scheiden doch permanent Stoffwechselreste aus, ich denke auch, dass man früher dachte, dass Gifte aus dem Körper gelangen wenn der Fastende stank...

Bin aber auch an Pros zum Thema interessiert!

LG Matthias
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Alt 07.03.2009, 00:07   #5
fussel
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Es gibt ja hier diesen Thread über Darmreinigung mit speziellen Ballaststoffen - und seltsame Fotos dazu.
Das Zeug, dass man sogar als Schlacke bezeichnen könnte, kam aber NICHT durch Fasten raus!
Im Gegenteil, nur mit nem Einlauf wäre es eher schlimmer geworden, weil die Darmtätigkeit noch träger wäre. Also noch mehr Zeit für Vergärungen und Ablagerungen.

Ja, beim Fasten riecht man seltsam, das wird ja als austretendes Gift bezeichnet.
Aber es ist Aceton und Keton und ein gestresstes Verdauungssystem, was solchen Geruch bewirkt. Schlechter Mundgeruch kommt vom Darm!
Low Carb und ketogen kommt das auch vor, aber es vergeht, weil der Körper sich durch gesunde Nahrung selber reinigt.
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Geändert von fussel (11.04.2009 um 13:14 Uhr).
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Alt 04.07.2009, 16:27   #6
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Also ich hab als 18jährige mal für 2 Monate eine Art Teilfasten gemacht. In der Woche nichts gegessen, nur Tee und Glaubersalz und am Wochenende aber richtig gemampft. (Oh Gott, war mir dann schlecht.)

Hab damals 14 kg abgenommen und war der Held bei meinen Freundinnen. Da hab ich mir bestimmt zum ersten Mal den Grundumsatz versaut.

Man wusste es damals halt nicht besser. Ich denke, man kann sich auf seinen Körper verlassen und so isst man ja auch bei Krankheit nichts. Aber erzwingen. Nee! Seitdem es diese oft bemühte Studie von den Kriegsverweigeren gezeigt hat, dass die Leute, die einmal gehungert haben, später mit einem verkorksten Sättigungsgefühl zu kämpfen haben, bin ich kuriert.

Wie die das als Jäger und Sammler geschafft haben?
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Alt 04.07.2009, 16:48   #7
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Wers nicht geschafft hat, starb einfach weg. Ebenso alle, die sich nicht an andere Nahrung anpassen konnten. (Durchfall war wohl die häufigste Ursache ungenuegender Anpassung an Ackerbauprodukte...)

Wer allerdings einen guten Fettstoffwechsel besaß und sich somit viel Reserve anfressen konnte, vererbte das.
Und somit haben WIR nun die Folgen von streng selektierter Überlebensfähigkeit in unserer Überflussgesellschaft zu tragen.
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Alt 05.07.2009, 11:32   #8
sixty


 
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Ich habe schon mehrmals gefastet. Beim ersten Mal war das ein Versuch, ein paar Kilos runterzubekommen. Damals wog ich 65 kg/161 cm. Ich nahm in zwei Wochen rd 5 kg ab und fühlte mich super. Diese und noch ein paar mehr Kilos, waren schnell wieder drauf.
Das Fasten an sich fand ich immer super. Ich machte regelmäßig Fastenreisen, z.B. nach Madeira, Zypern, Mallorca, Sinai und in Deutschland nach Rügen und an den Bodensee. Nach dem Fasten und vermehrter Bewegung ging es mir immer richtig gut.
Das hielt natürlich nicht an und mein Gewicht stieg von den schon erwähnten 65 kg auf max 97 kg.
Warum das so war: Mir schmeckte alles wieder und ich konnte mich kaum bremsen. Das scheint das normale Programm des Körpers seit der Evolution zu sein.
Wahrscheinlich liegt es an dem vielen Fasten, dass ich kaum noch abnehmen kann und wahrscheinlich habe ich mir dadurch auch die Insulinresistenz eingehandelt.
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Alt 05.07.2009, 12:32   #9
fussel
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WAS lernt denn der Körper während wiederholter Fastenzeiten?
Noch besser die Energie der Nahrung ausnutzen, die letzte Kalorie rausquetschen und noch effektiver FETTDEPOTS anzulegen - es geht für ihn nur ums ÜBERLEBEN.
Der weiß nicht, dass man in einem vollen Supermarkt nur das Mineralwasser raussucht. Also reagiert er wie zu Zeiten, in denen es wirklich nichts zu futtern gab und sorgt vor, dass auch die nächste Fastenzeit noch besser überstanden wird, mit noch schneller aufgebauten Reserven...

Ist ja genau das, was WIR heutzutage wollen
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Alt 03.08.2009, 19:02   #10
pincki


 
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ich hab auch mal eine 3 wöchige Fastenkur gemacht.
Mit Glaubersalz.Almased und pi pa po...
und nach ein paar Tagen habe ich mich eigentlich ganz gut gefühlt,habe auch abgenommen-logisch...
aber eben nur bis zum Ende der Kur...
Danach war logischerweise alles wieder drauf-und eine Ernährungsumstellung lernt man ja auch nicht dabei-
einfach gar nichts zu essen...
Ich würde es nicht wieder machen...
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