Sehr hohe Keton-Werte im Urin. Grund zur Sorge?

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Shrpy

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Hallo zusammen,
seit 3 Monaten befinde ich mich durchgehend in Ketose. Es geht mir damit ziemlich gut. Gerade in der ersten Zeit habe ich regelmäßig mit Hilfe der Ketostix überprüft, ob ich in Ketose bin. Meist lag dabei das Ergebnis im mittleren Bereich von 1,5-4 mmol/L.
Nun habe ich in den letzten Tagen wiederholt gemessen. Ich bin mir nicht sicher, was ich von dem Ergebnis halten soll, denn nun liegen die Ketonewerte am oberen Ende der Messskala 9-16 mmol/L (auch wenn ich sehr viel trinke). Mein Ph-Wert (Urin-Messing) ist auch ziemlich sauer (5,9-6,2), was ich aber den Ketonen zuschreibe.

Eigentlich heißt es doch, dass die Produktion der Acetoacetate, also der Ketonkörper, die man im Urin messen kann, mit der Zeit zurückgeht und dann bevorzugt β-Hydroxybutyrat produziert werden.

Muss ich mir jetzt berechtigt Sorgen machen oder hat ist mein Körper immer noch in der Anpassungs-Phase?
 
Du schreibt, du trinkst genug? Wie viel denn? Was gibt es an Gemüse und Salaten?
 
Ich schaffe 2,5-3l Wasser am Tag. Kaffee gibt es nur mal am Wochenende.
Gemüse: 1 Avocado + 150g Brokkoli (täglich), Gurke, Kohlrabi, regelmäßig Kohlgerichte (Blumenkohl, Weißkohl, Wirsing), ca. alle 2 Tage eine Blattsalat
 
Auf die Messergebnisse der Ketostix würde ich mich nicht verlassen. Sie sagen zwar aus daß Du in Ketose bist aber das war es auch schon. Wenn Du konsequent unter 20 KH zu Dir nimmst bist Du ja automatisch in der Ketose. Wenn Du dann noch ausreichend trinkst sehe ich da kein Problem. Die Ketostix sind eigentlich nur für Diabetiker interessant.
Viel Erfolg weiterhin :)
 
Hm soweit ich weiß ist ein Urin-pH von 5,9 - 6,2 eigentlich ziemlich normal - gerade bei eiweißreicher Ernährung ist der Urin fast immer ziemlich sauer. Eine zu dunkle Färbung der Ketosticks deutet normalerweise nur darauf hin, dass man viel zu wenig trinkt.

Ob deine Trinkmenge ausreichen ist kommt auf deinen körperlichen Zustand an. Ich als kleine Frau mit ca. 61 kg trinke 2 - 3 Liter. Bist du jedoch ein großer oder kräftiger Mann, solltest du gerade in Ketose deutlich mehr trinken.

Grundsätzlich empfiehlt es sich aber Rücksprache mit deinem Arzt zu halten. Der wird dann wahrscheinlich einen Urintest und einen Bluttest durchführen, um sicher zu gehen, dass alles in Ordnung ist. Du solltest ihm aber unbedingt mitteilen wie du dich ernährst, damit die Ergebnisse nicht falsch gedeutet werden.
 
Wie war das?: Wer misst, misst Mist und wer viel misst, misst viel Mist.

Eins konnten dir die Ketostix aber zeigen: Du trinkst zu wenig. 2,5 - 3 l sind ja praktisch nichts.
Mehr zeigen die Ketostix aber grundsätzlich nicht. Ketostix sind zur Anzeige von Ketose schlicht ungeeignet und wurden dafür auch nicht konzipiert.

Ein pH-Wert um die 6 ist aber auch nicht besonders sauer. Ich würde das eher als leicht Sauer bezeichnen
 
Ich schaffe 2,5-3l Wasser am Tag. Kaffee gibt es nur mal am Wochenende.
Gemüse: 1 Avocado + 150g Brokkoli (täglich), Gurke, Kohlrabi, regelmäßig Kohlgerichte (Blumenkohl, Weißkohl, Wirsing), ca. alle 2 Tage eine Blattsalat


Auf welche Menge KH kommst Du damit?
Und ich trinke mit 60 kg Körpergewicht minimum 3 l, meist eher so 4-5 l, esse aber auch recht viel Eiweiss....



LG
 
Danke für die Kommentare. Ich werde also versuchen, mehr zu trinken. Mal sehen ob das hilft.

@Daisy73 : Genau zähle ich meine KH schon lange nicht mehr. Anfangs habe ich darauf geachtet, nicht mehr als 30 Netto-KH (KH-Balaststoffe) zu mir zu nehmen. Jetzt weiß ich, dass ich eigentlich so viel Gemüse (kein Obst außer Avocado) zu mir nehmen kann, wie ich möchte ohne aus der Ketose zu fliegen (natürlich keine KH-haltigen, wie Kartoffeln).
 
Nachtrag: Das mehr trinken scheint geholfen zu haben. Außerdem hatte ich gestern die Möglichkeit, meinen Blutzucker und Blutketon-Wert zu messen (3 Stunden nach dem Mittagessen): Blutzucker 4,4 mmol/l (80 mg/dl) und Ketone 2,5mmol/l (45 mg/dl). Damit bin ich sehr zufrieden.
 
Danke für die Kommentare. Ich werde also versuchen, mehr zu trinken. Mal sehen ob das hilft.

@Daisy73 : Genau zähle ich meine KH schon lange nicht mehr. Anfangs habe ich darauf geachtet, nicht mehr als 30 Netto-KH (KH-Balaststoffe) zu mir zu nehmen. Jetzt weiß ich, dass ich eigentlich so viel Gemüse (kein Obst außer Avocado) zu mir nehmen kann, wie ich möchte ohne aus der Ketose zu fliegen (natürlich keine KH-haltigen, wie Kartoffeln).

Hallo!
Falls du in Deutschland lebst:
Hier wird das nicht wie in Amerika berechnet. In Deutschland sind alle KH-Angaben bereits netto, also keine Ballaststoffe abziehen.

LG Matthias
 
@Matthias : Danke für den Hinweis. Das wußte ich nicht. Das erklärt aber genau, warum die KH-Werte in CRON-O-METER (amerikanisch) zum Teil sehr merkwürdig waren. Ich kann dieses Ernährungstagebuch nur empfehlen, weil es sich sehr gut anpassen läßt und man auch die Mikronährstoffe im Blick hat.
 
@Matthias : Danke für den Hinweis. Das wußte ich nicht. Das erklärt aber genau, warum die KH-Werte in CRON-O-METER (amerikanisch) zum Teil sehr merkwürdig waren. Ich kann dieses Ernährungstagebuch nur empfehlen, weil es sich sehr gut anpassen läßt und man auch die Mikronährstoffe im Blick hat.
Das soll man nun verstehen?
Warum nicht gleich ein deutsches Tool verwenden, dann hat man diese Probleme nicht.
Micronährstoffe im Blick? Was soll das bringen? Wenn man richtiges Essen isst, spielen solche Feinheiten keine Rolle, zumal die Angaben was da nun gut und nötig ist, doch sehr fragwürdig sind
 
Wikipedia:
"Mikronährstoffe
sind im Gegensatz zu den Makronährstoffen wie Fett, Kohlenhydrate und Eiweiß Stoffe, die der pflanzliche, tierische und menschliche Organismus aufnehmen muss, ohne dass sie Energie liefern. Zu den Mikronährstoffen zählen in erster Linie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Mikronährstoffe sind essentiell für den Ablauf katabolerwie anabolerReaktionen im Organismus."

Wie der Artikel so schön sagt sie sind essentiell.
Lieber @tiga leider hat nicht jeder zu Beginn das "richtige essen" zur Hand und nicht jeder kennt die Nährstoffzusammensetzungen auswendig. Auch ich nicht. Ich finde deinen Ton sehr rau und für Anfänger eher abschreckend als hilfreich.

Persönlich will diese Mikronährstoffe nicht missen.

1.Meine flohsamen, damit ich zur Toilette gehen kann.
2.Mein Magnesium, gegen Muskelkater.
3.Meine Vitamine, fürs persönliche Wohlbefinden.

Lg
 
...
Lieber @tiga leider hat nicht jeder zu Beginn das "richtige essen" zur Hand und nicht jeder kennt die Nährstoffzusammensetzungen auswendig. Auch ich nicht. Ich finde deinen Ton sehr rau und für Anfänger eher abschreckend als hilfreich.
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Deine Meinung bleibt dir natürlich unbenommen. Es ist ja deine ;)

Zu meinem Ton: Ich habe nichts gehört, außer dem Klappern meiner Tastatur. Den angeblich vorhandenen Ton interpretierst du dort hinein. Ich schreibe gerade heraus, so wie ich es meine. Wer damit nicht zurecht kommt hat ein Problem, welches er/sie auch gerne behalten kann. Ich habe damit kein Problem.

Zum Auswendiglernen von Inhaltsstoffen: Das halte ich für einen reichlich blöden Versuch, denn dafür gibt es einfach viel zu viele Produkte. Wenn du meinen vorherigen Beitrag richtig verstanden hättest (was ja durchaus auch daran liegen kann, wie ich ihn geschrieben habe), hättest du gemerkt, dass es nicht gegen datenbankgestützte Produkt-Apps für Lebensmittel geht, sondern gegen die Verwendung von solchen Apps die sich auf amerikanische Datenbanken und die dortige Berechnung von Kohlenhydraten beziehen.

Nebenbei habe ich für "richtiges Essen" oder um auf den amerikanischen Slogan zurückzugreifen "real food" gesprochen. Wenn man richtiges Essen aus richtigen Zutaten zubereitet und auf vorkonfektionierte Industrieprodukte verzichtet, muss man sich um die Mikronährstoffe keine Gedanken machen. Die sind einfach vorhanden.

Essentiell bedeutet lebenswichtig. Übertragen wird es oft als "in kleinen Mengen wichtig und kann vom Körper nicht selber gebildet werden" verwendet. Dass es solche Stoffe gibt, sollte unstrittig sein. Die benötigten Mengen der jeweiligen Stoffe sind es aber nicht. Extra drauf achten muss man aber sicher nicht, denn sonst wäre die Menschheit schon lange ausgestorben.
 
sondern gegen die Verwendung von solchen Apps die sich auf amerikanische Datenbanken und die dortige Berechnung von Kohlenhydraten beziehen.
Naja...vielleicht hat einer keine Lust auf falsch eingegebene Daten von irgendwelchen Benutzern, da ist dann die offizielle amerikanische Landwirtschaftsdatenbank für den einen oder anderen möglicherweise doch nicht so schlecht. Ich weiß nicht wie es bei z.B. fdbb ist, aber bei MVP habe ich schon viel Unsinn gesehen.
https://ndb.nal.usda.gov/ndb/search

Wenn man richtiges Essen aus richtigen Zutaten zubereitet und auf vorkonfektionierte Industrieprodukte verzichtet, muss man sich um die Mikronährstoffe keine Gedanken machen. Die sind einfach vorhanden.
Man kann sich auch mit "real food" einseitig ernähren...entscheidend ist doch die Abwechslung. Gerade das ist doch nicht so einfach wenn man die Ernährung umstellt oder eine Diät macht...zumindest ging es es mir so am Anfang mit Keto durch die KH Restriktion.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sich die Mikronährstoffe/Vitamine/Spurenelemente von einer App oder sonstigem berechnen zu lassen, macht einfach ganz grundsätzlich keinen Sinn. Bei allem was wächst kommt es auf die Standortbedingungen an, welche Stoffe im fertigen Produkt vorhanden sind, weil z.B. Pflanzen die anorganischen Stoffe aus dem Boden aufnehmen. Ist z.B kein Selen/Chrom/Mangan etc. im Boden vorhanden, enthält auch das pflanzliche Produkt danach diese Stoffe nicht. Es macht auch einen Unterschied, ob die Pflanzen im Gewächshaus wachsen oder im Freiland. Gleiches gilt für tierische Produkte, nur dass es da von den Fütterungsbedingungen abhängt und davon, ob die Tiere das Sonnenlicht gesehen haben oder nur im Stall gehalten werden.

Nebenbei halte ich von Vitaminpräperaten und den meisten anderen Nahrungsergänzungsmitteln gar nichts. Vitamine und Spurenelemente sind Stoffe, die in sehr sehr kleinen Mengen lebensnotwendig sind. Wenn man sich das Zeug dann aber in z.B. 10-facher Dosis in Pillen einschmeißt, macht man einen ganz grundsätzlichen Denkfehler: eine hohe Dosis ist nicht "gesünder", sondern kann sehr schlimme Lagzeitfolgen nach sich ziehen, wie z.B. ein erhöhtes Krebsrisiko, erhöhtes Risiko für Alzheimer und noch viele andere Krankheiten.
Beispiel: Chrom oder Mangan in Mikrogrammmengen sind legensnotwendig. Nimmt man jedoch zu viel Chrom/Mangan zu sich, vergiftet man sich langsam selbst. Nimmt man diese Metalle also schon ausreichend mit der Nahrung zu sich, schadet man sich mit Multivitamin/Multinährstofftabletten.
 

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