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Alt 06.04.2010, 19:33   #1
fussel
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Gute Fette, schlechte Fette


Man kann sowas gar nicht oft genug posten

Zitat:
Gute Fette, schlechte Fette
Das Wort „Fett“ ist im Rahmen unserer Ernährung zu einem echten Reizwort geworden. Eine komplett fettfreie Ernährung wäre jedoch die ungesündeste, die man wählen kann.
Thilo Pasch (Sportphysiotherapeut DSB/VPT) und mehrfacher Mr. Universum.




Das Wort „Fett“ ist im Rahmen unserer Ernährung zu einem echten Reizwort geworden. Ich habe das Gefühl, dass im Laufe der letzten Jahrzehnte eine Art Gehirnwäsche stattgefunden hat, die diesem Wort das schlechteste Image im Zusammenhang mit einer gesunden Ernährung gegeben hat, die man sich nur vorstellen kann!

Der folgende Beitrag wird von einigen Lesern ein komplettes Umdenken erfordern, denn bei den meisten von uns ist es Teil unserer Erziehung, Fett als etwas sehr Negatives zu sehen.
Fett macht schlank, Fett schützt vor Herzinfarkten und Schlaganfällen, Fett macht stark!

Eine komplett fettfreie Ernährung wäre die ungesündeste, die man wählen kann.

Begeben wir uns zur Erklärung in den Bereich der menschlichen Geschichte: Der Urzeit- Mensch hatte eine durchaus bessere Konstitution als der heutige Homo Sapiens. Er hatte einen stärkeren Knochenbau, mehr und stärkere Muskulatur und ein leistungsfähigeres Herz. Der Grund dafür war seine Ernährung. Sie bestand zum größten Teil aus Fetten und Proteinen, nämlich aus Fleisch, fettem Fleisch. In schlechten Zeiten musste er auf Kohlenhydrat (Zucker)-arme Wurzeln oder Beeren zurückgreifen. Ein paar Schlaue werden nun sagen, dass seine Lebenserwartung ja auch nicht besonders hoch war. Tatsächlich war der Steinzeit Mensch mit 30 schon Nahe am Ende seiner Lebenszeit. Das lag aber eher an den widrigen Umständen, mit denen er zu kämpfen hatte. Ein heutiges Weichei, so wie wir, hätte unter denselben menschenfeindlichen Bedingungen, keine 2 Wochen überlebt.

Die amerikanischen Ureinwohner, ich meine Winnetou und Co, waren für ihre Ausdauer und Kraft, als Krieger und Jäger gefürchtet. Wenn sie einen Büffel erlegt haben, wurde zuerst das fette Fleisch verarbeitet und verzehrt, denn das magere, was wir so toll finden, war einfach kein guter Energiespender. Die Filetstücke wurden eher als Abfall Produkt gesehen, und daraus wurde Trockenfleisch für schlechte Zeiten gemacht.

Ein drittes Beispiel zur Verwirrung: Es gibt heute noch einen Stamm der Eskimos, die Inuiten, die noch genauso urwüchsig leben, wie vor tausenden von Jahren. Sie ernähren sich ausschließlich von fettem Fisch, Wal- und Robbenfleisch. Es gibt in diesem Stamm weder Herzinfarkte noch Schlaganfälle. Dazu herrscht ein durchschnittliches Überlebensalter von 100 Jahren! Wer meint, die Lebensbedingungen für diese Menschen wären leicht, der sollte noch mal schnell einen Atlas aufschlagen.

Diese drei Beispiele sollen zeigen, dass sich die fittesten und gesündesten Menschen, in der menschlichen Geschichte zu 60-80% von Fetten ernährt haben. Natürlich sollten wir schlaffen Großstadtmenschen diese Form der Ernährung nicht nachahmen, denn unser Kalorienverbrauch ist natürlich um einiges niedriger, als der eines Kriegers oder Jägers, der täglich um sein Leben kämpft. Wir können aber zumindest daraus lernen, dass das Übel in unserer Physiologie mit Sicherheit nicht dem Fett zuzuschreiben ist.

Es gibt verschiedene Formen von Fetten. Einmal die tierischen und zum zweiten die pflanzlichen. Das Gewinnen von pflanzlichen Fetten ist dem Menschen erst kurz vor Christi gelungen. Oliven und Leinöl sind bis heute gängige pflanzliche Fette, die reich an so genannten Omega3-6 Fettsäuren sind. Ich werde auf die chemische Struktur der Fette nicht weiter eingehen, aber zur Erklärung sei gesagt, dass wir ab der Stufe Omega 6 herzlich wenig mit den Fetten anfangen können. Heute werden die lustigsten Öl Sorten hergestellt. Sie sind wahnsinnig teuer, und gehen über Omega 12 Fettsäuren weit hinaus. Das heißt unser Körper kann damit nichts anfangen! Hier also der erste umsetzbare Tip: Bleiben Sie beim guten alten Oliven-, Lein- oder, wenn es geschmacksneutral seien soll, beim Rapsöl. Wer sich einen gesunden Salat machen möchte, der sollte auf ein paar Löffel Öl nicht verzichten, denn ein viertel der Vitamine im Salat sind fettlöslich.

Die tierischen Fette finden wir in Fleisch, Fisch, Eiern und Milchspeisen. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um ein bis zweifach ungesättigte Fettsäuren, wenn ein Tier artgerecht gehalten wurde! Beim Fisch gehen die Fettsäuren bis Omega 6. Da wir nicht so einen hohen Kalorienverbrauch haben, wie ein Steinzeitmensch, sollten wir von diesen Fettsorten nicht übermäßig viel verzehren, wir sollten aber auf keinen Fall ganz darauf verzichten. Diese Formen der Fettsäuren stärken unser Immunsystem, bescheren einen höheren und stabileren Testoteronhaushalt (Kraft) und so genannte enthaltene CLA- Fette sorgen für eine bessere Fettverbrennung. Fett macht tatsächlich schlank.

Es gibt allerdings eine Form von Fett, die unbedingt zu Vermeiden ist. Das sind so genannte Transfette. Hierbei handelt es sich um künstlich gehärtete Fette, die in frittierten Speisen, Schokolade, Chips und Fertiggebäck vorkommen. Diese Fette machen Fett und verstopfen uns die Gefäße. Ein typischer Grund für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Von dieser Art von Fett müssen Sie unbedingt die Finger lassen.

Arnold Schwarzenegger hat als eine seiner ersten Amtstaten, als Gouverneur von Californien, dafür gesorgt, dass Transfette auf Nahrungsmitteln für den Verbraucher erkennbar gemacht werden müssen. Ja muss denn hier in Deutschland auch erst ein Mr. Universum Politiker werden, damit ein Gift kenntlich gemacht wird?

Dieser Artikel ist eine echte Bedrohung für einen großen Teil der Nahrungsindustrie. Wenn ich so durch die Einkaufsläden schlendere, wundere ich mich immer wieder, dass auf der Hälfte der Produkte das schicke Wort „Diät“ steht. Die Amerikaner haben in den Siebzigern mit diesem Trend begonnen. Den Nahrungsmitteln wurde der natürliche Fettgehalt entzogen, und dieser wurde durch Kohlenhydrate, also Zucker ersetzt, denn man brauchte ja einen anderen Geschmacksträger. Was Amerika gut findet, braucht nicht lange, um in Deutschland dieselbe Hysterie auszulösen. Also Fazit dieser Geschichte ist, dass Amerika die fettesten und dicksten Menschen der Welt beherbergte, obwohl es doch fast nur noch Diät Produkte gab. Mittlerweile hat man erkannt, dass nicht das Fett der Übeltäter war, sondern die große Menge an Kohlenhydraten. Deutschland wird es dann zeit versetzt auch einsehen, hat Amerika mittlerweile aber im Schnitt der Übergewichtigen überholt. Glauben Sie mir, die Vollmilch, der Käse oder der natur belassene Joghurt ist deutlich gesünder, als seine fettarmen Varianten.

Versuchen wir aus dieser langen Geschichte nun einige einfache aber brauchbare Regeln aufzustellen:

1. Tierische Fette im übermäßigen Verzehr vermeiden aber nicht ganz darauf verzichten. In der Realität heißt das, einfach das sichtbare Fett abschneiden.
2. Fischfette reinigen unsere Gefäße und Arterien. Wer kein Fischfan ist, sollte darüber nachdenken, diese vielleicht in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zu supplementieren.
3. Ein Salat ohne Öl ist nur ein halber Salat.
4. Transfette auf jeden Fall vermeiden!
5. Fett verbrennt Fett: CLA

Zum Abschluss wünsche ich nun viel Spaß bei der kommenden Grillsaison!


http://www.ironsport.de/Gute-Fette-schlechte-Fette.htm

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Alt 06.04.2010, 19:58   #2
Xossi
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Gute Fette, schlechte Fette

Danke fürs Aufstöbern, Fussel.

Nur beim tierischen Fett bin ich als Kwasniewski-Leser anderer Meinung.

LG
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Alt 09.04.2010, 17:29   #3
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Gute Fette, schlechte Fette

Zitat:
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Danke fürs Aufstöbern, Fussel.

Nur beim tierischen Fett bin ich als Kwasniewski-Leser anderer Meinung.

LG
Ich auch. Ich denke wenn man nicht übermäßig viele Kalorien zu sich nimmt, dann kann man sich problemlos 60-80% durch Fett ernähren...
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Gelesen:
Jan Kwasniewski "Optimal Essen", Wolfgang Lutz "Leben ohne Brot", Siegfried Seifert "Ernährung und Verhalten an der Schwelle zum dritten Jahrtausend", Richard Mackarness "Allergie gegen Nahrungsmittel und Chemikalien", Ulrike Gondor "Fett", Loreen Cordain "Getreide-Zweischneidiges Schwert der Menschheit"
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