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Alt 03.03.2008, 10:51   #1
Julie_B
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Unklarheiten...


Hallo ihrs!

Ich habe nun das Buch "Syndrom X" von Worm gelesen und fand es recht spannend.
Gut war auch, dass es wirklich im Detail und nicht so amerikanisiert geschrieben ist.

Die Logi-Methode finde ich sehr überzeugend, wobei ich mich jetzt nicht konkret zu den Logianer einreihen möchte. Deshalb nicht, weil ich denke, dass man das LOGI-Prinzip auch ohne viel Aufwand betreiben kann (also ohne Zählen und Ausrechnen von Verhältnissen).

Aber es gibt auch gewisse Sachen, die mir etwas Schleierhaft waren:

1. Warum soll es logisch sein, dass Milchprodukte bei der Steinzeitdiät erlaubt sind?

Worm stützt sich ja stets auf seine Haltung, nur jene Nahrungsmittel seien gut, die der Mensch quasi auf seiner Festplatte gespeichert hat.
Ich wette - Milch ist so ziemlich das Letzte, was der Mensch in seinen Genen hat. Und dass er dann den Vergleich zur Muttermilch bringt, finde ich fast Fantasterei (ist ja total was anderes!).

2. Worm wünscht sich, dass die Welt umdenkt und alle zu Fleischessern werden. Doch frage ich mich, wie unsere Welt dann ausschauen würde, wenn die Gesamtbevölkerung so viel Fleisch essen würde.
Gäbe es überhaupt genug Fleisch für alle?
War einfach so ein Gedanke...

3. Im Buch wurde mir nicht so 100% klar, warum das Verhältnis von Omega-3- und Omega-6 Fettsäuren so wichtig ist.
Im Endeffekt sagt Worm, man solle (trotz täglich hohem Fettkonsum) das tierische Fett meiden und mageres Fleisch essen. Ich kapier da den Grund nicht so ganz, weil er anderswo dann wieder meint, auch pflanzliches Öl sei nicht gut wegen des Omega-6 (das gleiche wie Fleisch).
Soll man denn nur noch Rapsöl benutzen wegen der Omega-3-Fettsäuren und die ganze Ladung Fett daraus beziehen?
Und warum muss dieses Gleichgewicht denn überhaupt sein

4. Ich komme mit einer Aussage nicht so zurecht, nämlich da, wo Worm behauptet, jemand, der dick geworden ist, hat niemals wieder eine Chance, mehr als 5% seines Fettes dauerhaft zu verlieren.
Leider hat er dies nicht wirklich mit Argumenten ummauert. Weiss jemand, wie er darauf kommt?

Sodele. Das wäre glaube ich alles...

Und nun hoffe, ich dass mich einige LOGIaner hier aufklären können.

Gruss,
Julie
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Alt 03.03.2008, 11:24   #2
fussel
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1. Warum soll Milch kein urspruengliches Lebensmittel sein? Sie war stets Muttermilch fuer den Nachwuchs. Erst heutzutage wird sie industriell aufbereitet. Wer allerdings als Erwachsener keine Milch mehr vertraegt, sollte sie natuerlich weglassen.

2. Vieh kommt mit wesentlich schlechteren Boeden und deren Bewuchs klar, als es Nutzpflanzen tun. Nur von Gras und Blaettern koennen wir uns nicht ernaehren.

3. muss ich was zitieren:
Zitat:
"Juengste Forschungen haben ergeben, dass zuviel Omerga-6 in der Nahrung zu einem Ungleichgewicht fuehrt, welches sich negativ auf die Produktion wichtiger Prostaglandinen auswirkt. Eine Unterbrechung in der Produktion kann zur erhoehten Gefahr einer Bildung von Verklumpungen im Blut fuehren, zu Entzuendungen, hohem Blutdruck, Irretationen im Verdauungstrakt, gebremster Immunabwehr, Sterilitaet, Zellproliferation, Krebs und Uebergewicht.

Omega-3 ist im Koerper notwendig fuer die Sauerstoffverarbeitung in den Zellen, fuer die Verstoffwechselung wichtiger schwefelhaltiger Aminosaeuren und fuer die Erhaltung eines Gleichgewichtes zur Prostaglandin-Produktion. Ein Mangel an Omega-3 wurde in Verbindung gebracht mir Asthma, Herzerkrankungen und Lernschwierigkeiten.
3. Kann nicht stimmen, das werden viele im Forum bestaetigen koennen.
Fakt ist aber, dass einmal vorhandene Fettzellen bestehen bleiben und nach Fuellung "quengeln". Das erschwert natuerlich das Halten des verringerten Fettanteils.
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Alt 03.03.2008, 13:55   #3
Julie_B
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Hi Fussel (wie immer verlässlich - thanks! )!

1. Ich denke einfach, dass die Muttermilch ganz anderes zusammengesetzt ist als z.B. die Kuhmilch. Und Steinzeitmenschen (auf die sich Worm immer stützt) haben ganz bestimmt keine Kühe gemolken. Also wäre der Verzehr von tierischen Milchprodukten auch gar nicht von Nöten.

2. Ich meine da ja eher die ethische Komponente und nicht der "Rahmen der Möglichkeit".
Stell dir mal vor, alle Menschen unserer westlichen Welt würden auf einmal täglich viel Fleisch essen. Da gäbe es sicherlich viel mehr "nicht artgerechte" Viehzüchte.
Und ausserdem - Worm rät ja zum mageren Fleischverzehr, da das Fett des heutigen Fleisches kein gesundes Fleischfett mehr ist.
Würden wir also alle viel fettfreies Fleisch essen, gäbe es Unmengen von Abfallprodukten: Innereien, fette Stücke usw.
Da frage ich mich halt, ob das ethisch vertretbar ist...
Ich esse auch viel Fleisch, aber ich esse eigentlich alles, auch Innereien und sogenanntes 2.Klass-Fleisch.
Ich finde, wenn man Tiere isst, dann sollte man bereit sein, ab und zu auch "nicht-luxuriöse" Fleischstücke zu essen.

3. Danke! Leuchtet ein.

4.
Zitat:
Kann nicht stimmen, das werden viele im Forum bestaetigen koennen.
Meinst du, es kann nicht stimmen, dass er das gesagt hat, oder es kann nicht stimmen, WAS er sagt.

Das mit den Fettzellen stimmt natürlich schon. Doch das provoziert eigentlich nur, dass man schnell wieder zunimmt, aber nicht, dass man nicht viel abnehmen kann.
Ich halte diese These von ihm für Quatsch (wie du ja wohl auch).

Hast du denn Logi auch mal probiert, Fussel?
Nur so aus Neugierde...
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Alt 03.03.2008, 13:58   #4
fussel
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Logi kenn ich nicht, klingt mir auch zu theoretisch hab mehr allgemein geantwortet.
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Alt 03.03.2008, 16:28   #5
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Zitat:
Doch das provoziert eigentlich nur, dass man schnell wieder zunimmt, aber nicht, dass man nicht viel abnehmen kann.
Ich halte diese These von ihm für Quatsch
Zitat:
... nämlich da, wo Worm behauptet, jemand, der dick geworden ist, hat niemals wieder eine Chance, mehr als 5% seines Fettes dauerhaft zu verlieren.
Betonung liegt da auf "dauerhaft".
Klar kann man auch viel abnehmen, aber die meisten Menschen können ihre (große?) Abnahme leider eben sehr oft nicht dauerhaft (= das restliche Leben) halten.
Ich denke dass er das so meint.


Zum täglich Fleisch....
Wieviel Fleischwaren werden täglich auf der Welt "entsorgt", weil viel zu viel billig produziert wird?
Ich kenne keine Zahlen, aber es sind horrende Mengen.

Mit den Lebensmitteln welche weltweit produziert werden kann jedenfalls locker und lässig die Weltbevölkerung gesättigt werden.
Warum dies nicht geschieht, das ist ein ziemlich globales Problem....
Geld spielt eben überall die größte Rolle, nicht Menschlichkeit.

An der Ungerechtigkeit der Menschen auf Erden sind wir alle - jeder Einzelne - mit dran Schuld.
Aber das ist ein großes, sehr großes anderes Problem
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Alt 04.03.2008, 07:38   #6
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Hallo Zorezebra!

Klar, es ist ein "anderes" Problem.
Aber ich denke, wenn man wie Worm so sehr darauf hinziehlt, die Menschheit zum Fleischessen zu bekehren, dann sollte er trotzdem mal gewisse Dinge überdenken.

Es ist ja eine schöne Vorstellung, dass wir alle vom Syndrom X geheilt wären. Aber da müsste man auch die sonstigen Konsequenzen mit überlegen.
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Alt 04.03.2008, 08:46   #7
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EINE Ernaehrungsweise fuer ALLE geht schonmal gar nicht.

Ich wuerde mich mit Steinzeitdiaet nicht soo intensiv beschaeftigen ,denn die Leute hatten damal ja ganz andere Lebendsbedingungen und Anforderungen und wurden nicht von Check-ups und Aerzten umhegt...

Rausfinden, was man aus dem heutigen Riesenangebot an Futterwaren gut vertraegt, sollte reichen.
Ist eh bei jedem etwas anders.
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Geändert von fussel (04.03.2008 um 08:52 Uhr).
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Alt 04.03.2008, 13:20   #8
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Könnt ihr euch noch kurz diesen Link hier:
http://www.swr.de/imperia/md/content...i_pyramide.pdf
anschauen und mir sagen, warum dort "fettarme Milchprodukte" steht. Das ist doch gar nicht LOGI - schon deshalb nicht, weil fettarme Milchprodukte einen höheren GL haben als die normalen.

Oder liege ich da falsch?
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Alt 04.03.2008, 15:02   #9
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Und zur Milch nochmal: Ziegenmilch wurde auch schon in der Steinzeit getrunken und sogar zu Käseartigem Zeugs verarbeitet, daher kennen die Gene das. Die Ziegen, die wir heute kennen waren das aber wohl nicht
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Alt 04.03.2008, 16:41   #10
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Hallo Salsera!

Ok, ich geb mich hinsichtlich der Milch geschlagen.
Aber warum denn (gemäss der Logi-Tabelle - siehe Link) fettarm?
Ich kann mir jetzt nicht so richtig vorstellen, dass die Ziegen vor Urzeiten gleich von selbst fettarme Milchprodukte aus ihren Eutern produziert haben
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