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Alt 09.02.2006, 22:53   #1
summz
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FAQ - Obst-Diät


Pro Tag darf man 1250g frische Früchte essen (z.B.: 250 g Beeren, 250g Trauben, 500g Zitrusfrüchte, Äpfel und Birnen).

LG Sunny

Geändert von summz (11.02.2006 um 15:21 Uhr).
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Alt 09.02.2006, 23:04   #2
summz
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Obst - ein Grundnahrungsmittel???


Es wird Sie überraschen zu erfahren, das bis zur Mitte des 18.Jahrhunderts, Obst als ein gefährliches Nahrungsmittel galt. Dies geht auf die Krankheit Tuberkulose zurück. Es wurde beobachtet, das hoher Obstkonsum Tuberkulose begünstigt hat.
Die Behauptung das Obst gesund sei, geht auf Sylvester Graham zurück, der 1851 verstarb. Er war ein großer Lehrer im Gesundheitsbereich, der leider mit 56 Jahren verstorben ist.
Das Obst zu den Grundnahrungsmitteln unserer Vorfahren gehört, scheint mehr als zweifelhaft. Obst wächst nur zu bestimmten Jahreszeiten und läßt sich sehr schlecht lagern. Die meisten Obstsorten, die wir heute im Supermarkt finden, sind Züchtungen, die jünger als 100 Jahre sind. Von den importierten Früchten möchte ich jetzt gar nicht reden. Oder können Sie sich vorstellen, das die Kreuzfahrer oder Kolumbus uns exotische Früchte mitgebracht haben, damit unser Vitaminhaushalt wieder aufgefrischt wird ?
Obst gab es in Europa nur in den Jahreszeiten, in denen es reif war. Es musste mühselig gepflückt werden. Haben Sie schon einmal probiert, einen Korb voll mit wilden Walderdbeeren zu pflücken ? Da sind Sie den ganzen Tag unterwegs, um diesen Korb voll zu bekommen. Und den müssen Sie dann noch mit der Familie teilen ! Wenn Obst zu den Grundnahrungsmitteln gehört hätte, wäre die Menschheit heute ausgestorben.
Wo kommt welches Obst her ?
· Aus China: Pfirsiche, Pflaumen, Aprikosen und Orangen.
· Aus Indien: Mangos, Bananen und Zitronen.
· Mittlerer Osten: Feigen, Trauben und Oliven.
· Afrika: Granatäpfel, Datteln, Wassermelonen.
· Süd- und Mittelamerika: Papayafrüchte, Ananas und Guajavas.
· Pazifische Inseln: Brotfrüchte und Kokosnüsse.
· Neuseeland: Kiwi.
Unsere Vorfahren in Europa hatten also nur die Auswahl zwischen Äpfeln, Kirschen, Erdbeeren, Preiselbeeren und Blaubeeren.
Apfelsaft wurde 1920 erstmalig hergestellt. Orangensaft folgte 1930.
Die Frage: "Warum sind unsere Vorfahren in Europa nicht an Vitaminmangel gestorben ?" drängt sich geradezu auf. Laut den Aussagen führender Ernährungsexperten, haben unsere Vorfahren keine Chance gehabt, zu überleben. Gott sei Dank haben sie es nicht gewusst und einfach überlebt.
Obst war immer nur eine willkommene Abwechslung auf dem Speisezettel. Sehr selten und sehr begehrt.
Obst hat einen sehr hohen Nährwert und gesundheitliche Vorteile.
Obst besteht zum allergrößtem Teil aus Wasser. Verglichen mit Gemüse, Vollgetreide und Bohnen enthält Obst weniger komplexe Kohlehydrate, Faserstoffe, Eiweiss, ungesättigtes Fett, essentielle Vitamine und Mineralstoffe.
Der Verzehr von Obst hat sich im gleichem Maß erhöht, wie der Verzehr von tierischen Eiweißen.
Vom makrobiotischem Standpunkt aus, ist Fleisch yangig. Es hat eine zusammenziehende Wirkung auf den Körper. Um dieses auszugleichen, tendiert der Körper dazu, Nahrung aufzunehmen, die mehr yin ist. Und Obst ist ein mehr yinniges Nahrungsmittel. Es dehnt aus und verwässert.
Fleisch enthält viel Eiweiß und Fett aber wenig Kohlenhydrate, Mineralstoffe und bestimmte Vitamine. Obst enthält viel Kohlenhydrate ( Zweifachzucker ), Mineralstoffe und Vitamine. Dafür ist es arm an Eiweiß und Fett.
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Alt 09.02.2006, 23:08   #3
summz
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Säure / Basen bei Obst


Der größte Nachteil des Obstverzehr ist der Übersäuerungseffekt des Obstes. Nach dem Säure/Basen Modell werden Früchte als basenbildend eingestuft. Jedoch liegt in dieser Annahme ein Fehler. In Wahrheit übersäuert Obst den Körper.
Die Süße der Früchte stammt aus dem Fruchtzucker. Der Fruchtzucker (Fructose) gehört zu den Disacchariden. Disaccharide entstehen aus der Verbindung zweier einfacher Zuckermoleküle.
Die beste Energieversorgung des Körpers mit Kohlehydraten sind die Polysacharide, die hauptsächlich im Getreide vorkommen. Polysacharide sind mehrfach verkettete Zuckermoleküle.
Was passiert nun, wenn man Früchte isst ? Der Fruchtzucker gelangt in den Magen. Fruchtzucker ist stark alkalisch. Der Magen ist nun gezwungen, sehr viel Säure zu produzieren, um diese Alkaliunität zu neutralisieren. Diese Säuren reizen die Magenwände und können mit der Zeit zu Magengeschwüren führen. Durch den nun erhöhten Säurespiegel im Magen, erhöht sich der Säuregehalt im Blut. Der Körper muss jetzt mit Mineralien aus dem Körper das saure Blut neutralisieren.
Zeitgleich geschieht noch etwas anderes. Dadurch, das die Disaccharide auf Grund ihrer chemischen Struktur sehr schnell durch die Magenwände diffundieren können, werden Sie auch sehr schnell vom Blut aufgenommen. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel sprunghaft an. Um den Blutzuckerspiegel wieder zu reduzieren, sondert die Bauchspeicheldrüse Insulin ab. Der Blutzuckerspiegel sinkt dann wieder stark ab, was zur Folge hat, das man wieder Appetit auf Süßes bekommt.
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Alt 09.02.2006, 23:09   #4
summz
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Obst aus makrobiotischer Sicht.


Obst ist kein Hauptnahrungsmittel. Es sollte nur gelegentlich verzehrt werden. Dies gilt auch für Fruchtsäfte. Wenn man yinniges Obst zu sich nimmt, sollte es möglichst yangig gemacht werden. Dies erreicht man durch Kochen, Backen oder der Zugabe von Kuzu zu Obstsäften. (Hitze ist Yang - Kuzu ist ein yangiges Pfeilwurzelmehl)
Grundsätzlich sollte man nur heimisches Obst essen. Und das nur zu der Jahreszeit, in der es wächst. Dies hat zwei Gründe. Je heißer das Klima ist, desto yinniger sind die Früchte. Hitze ist Yang. Je yangiger das Klima, desto yinniger die Pflanzen.
Der zweite Grund sind die langen Transportwege. Dadurch werden die Früchte unreif geerntet und mit diversen Stoffen behandelt, damit sie schön aussehend bei uns ankommen. Und diese Stoffe essen Sie in schöner Regelmäßigkeit mit.
Und die Annahme, das Stoffe die das Obst vor dem Vergammeln bewahren auch uns vor dem Vergammeln bewahren, trifft leider nicht zu. Unser Körper bekommt viel Arbeit, diese Stoffe wieder auszuscheiden. Und diese Art von Arbeit macht alt.
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Alt 02.07.2006, 12:58   #5
Estelle


 
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FAQ - Obst-Diät

Huh, das klingt ja nicht gerade toll. Ich mache eine Obst-Diät, weil ich dadurch schnell abnehme. Ich trinke jedoch nach jeder Mahlzeit Grüntee dazu, damit mein Magen nicht sauer wird, funktioniert tatsächlich. Wenn ich erstmal mein Ziel-Gewicht erreicht habe, werde ich liebend gern auf ausgewogenes Essen umschalten, langsam, aber sicher, darauf freue ich mich.
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Alt 19.09.2006, 14:26   #6
Aylin
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FAQ - Obst-Diät

Hallo Summz,
wieso soll man/kann man denn 1250 g Frische Früchte essen? Wie kommst du denn auf diese Zahl?
Ich dachte Obst/gemüse und Früchte kann man soviel essen wie man will?
Liebe Grüße
Aylin
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Alt 19.09.2006, 17:03   #7
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FAQ - Obst-Diät

Zitat:
Zitat von summz Beitrag anzeigen
Der Fruchtzucker (Fructose) gehört zu den Disacchariden. Disaccharide entstehen aus der Verbindung zweier einfacher Zuckermoleküle.
Die beste Energieversorgung des Körpers mit Kohlehydraten sind die Polysacharide, die hauptsächlich im Getreide vorkommen. Polysacharide sind mehrfach verkettete Zuckermoleküle.
.
Eine kurze Anmerkung - ohne oberlehrerhaft zu wirken - Fruktose ist ein Monosaccharid und wird über die Leber verstoffwechselt. Daher der niedrigere Glykämische Index und die Unabhängigkeit vom Insulin.

http://de.wikipedia.org/wiki/Fructose
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einen schönen Tag noch

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Alt 19.09.2006, 17:21   #8
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FAQ - Obst-Diät

Guckst Du mal hier:

http://www.stern.de./wissenschaft/er...le/569663.html

100gr Birnen 6,8gr Fructose!! Und wer ißt schon nur 100gr
__________________


Wer will, findet einen Weg, wer nicht will, findet eine Ausrede.(Josef Stocker)


11.6.06: Mit 111,8 Kg Wiedereinstieg nach Abnahme von 118,6 Kg auf 110 Kg und anschließendem Rumprobieren mit LC,niedrigstes Gewicht Anfang 2007 81,3 Kg.
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Alt 19.09.2006, 17:30   #9
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FAQ - Obst-Diät

interessant ist die Auswirkung der Fruktose in Bezug auf die Blutfette. Der Zusammenhang des Abbaus durch die Leber liegt allerdings ganz nahe. Möglicherweise verwertet die Leber dann zuerst die im Blut vorhandene Fruktose und erst später dann die darin enthaltenen Fette. Was ja zu einem Anstieg der Werte führen würde.
Mir ging es in erster Linie jetzt darum, dass Fruktose insulinunabhängig verwertet wird. Zumindest weist die Wikipedia darauf hin.
Im Grunde ist es dann so, dass man vor Süßstoffen aller Art Vorsicht nehmen sollte. Am besten nicht zu viel.
In einem Punkt stimme ich Summz allerdings zu, Obst ist kein Hauptnahrungsbestandteil.
Vor kurzem brachte Quarks&Co einen Bericht über die Neandertaler, die genetisch ja sehr eng mit uns verwandt sind. Interessanterweise war deren Ernährung hauptsächlich carnivor und nur ganz selten aßen sie Obst oder Gräser. Ihren Vitaminbedarf deckten sie über das Blut der erbeuteten Tiere, wie es zum Beispiel Eskimos vor unlanger Zeit auch noch taten.
Die Insulinmast entwickelte sich erst sehr viel später.
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Alt 19.09.2006, 23:13   #10
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definitiv interessant


ist ein blick auf http://www.ernaehrungsmed.de/content/view/305/240/ in diesem zusammenhang.

von der thematik kann ich ein lied singen: mit einer auf erhoehtem obstverzehr basierenden diaet
(fit-for-life modified) habe ich vor jahren mal innerhalb von 6 wochen etwa 15 kg zugenommen.
seit etwa 1997 esse ich keinerlei obst mehr, was nachweislich dazu fuehrte, dass ich bei gleicher
nahrungsmenge wenigstens nicht mehr unkontrolliert zunahm. daran habe ich mich einige zeit spo-
radisch nicht gehalten und sofort zugenommen. inzwischen ist das wissenschaftlich erfreulicher-
weise so gut wie fundiert nachgewiesen (siehe link).

meinen vitaminbedarf decke ich grundsaetzlich mit gemuese ab. fuer den fall von obstfressanfaellen
wurde mir geraten, lieber gleich eine schale erdbeeren aufzufuttern als tagelang daran zu naschen.
__________________

Geändert von SeQuienSoy (19.09.2006 um 23:17 Uhr).
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