Fundstücke

Dieses Thema im Forum "Statistik / Tagebücher - Ohne Kommentare" wurde erstellt von Petraea, 19. Februar 2015.

  1. Petraea

    Petraea Stamm Mitglied

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    Der Leptin - Regelkreis

    Mir sind tausend Kronleuchter aufgegangen
    .


    Auf der Liste der guten Vorsätze für das kommende Jahr steht Abnehmen und mehr Bewegung jedes Jahr an erster Stelle. Die ersten Wochen klappt es auch ganz gut, aber dann ist es schon wieder vorbei. Warum schaffen es Menschen, die ansonsten auf vielen Gebieten erfolgreich sind, nicht, ihr Übergewicht zu reduzieren und dauerhaft schlank zu sein?

    Aus dem selben Grund, aus dem wir nicht dauerhaft aufhören können zu atmen oder unseren Herzschlag zu kontrollieren.

    Wenn überlebenswichtige Funktionen der bewussten Steuerung unterlägen, wären wir in der Evolution schon längst auf der Strecke geblieben. Atmung, Blutdruck, Sex und eben auch Nahrungsaufnahme werden von uralten, primitiven Hirnteilen automatisch gesteuert, die aus einer Zeit stammen, als es noch gar kein Großhirn gab. Mit unserem Bewusstsein können wir darauf unter Aufbringung von großer Willenskraft kurzzeitig Einfluss nehmen, aber eben nicht auf Dauer. Überleben hat allererste Priorität und kann deshalb nicht einem so unzuverlässigen Organ wie dem Großhirn überlassen werden. Die Vorstellung, wir würden uns bewusst dafür entscheiden, zu essen oder nicht zu essen, ist eine Illusion.

    von Michae

    Jeder hat das schon erlebt: tagsüber läuft es gut, wir beherrschen uns mit dem Essen, aber dann, abends, nach einem anstrengenden Tag, ist es vorbei, und dann wird zugeschlagen. Und wir haben Schuldgefühle, weil wir überzeugt sind, dass wir ja nicht hätten essen müssen. Und genau das ist der Trugschluss: Genau wie wir „aus freiwilligem Entschluss“ nach einiger Zeit des Atemanhaltens wieder atmen, so „beschließen“ wir, wieder etwas zu essen. Der Entschluss ist im Stammhirn gefasst worden, als Befehl dem Großhirn mitgeteilt worden, das ihn nur ausführt und die Illusion, „wir“ hätten frei entschieden, gleich mitliefert.

    von Michael zum Thema: https://www.jackkruse.com/easy-start-guide/



    Ein Baustein, der die Nahrungsaufnahme regelt, ist der Leptin-Regelkreis. Jeder hat schon von Leptin gehört, es gilt als Sättigungshormon.

    Leptin wird von den Fettzellen ausgeschüttet. Je voller sie sind, um so mehr Leptin senden sie aus. Im Hypothalamus und im Hirnstamm bindet das Leptin an bestimmte Rezeptoren, dadurch bekommt das Gehirn die Information vom Körper: Ich bin satt, bitte nicht mehr nachfüllen.

    Warum funktioniert dieser Regelkreis nur bei ca. 1/3 der Menschen richtig, sie hören auf zu essen, wenn sie satt sind und wenden sich anderen Beschäftigungen zu.

    Man dachte, die Dicken würden zu wenig Leptin produzieren, führte ihnen Leptin zu, ohne Erfolg.

    Warum essen Einige immer weiter obwohl genügend Leptin da ist?

    Es ist sogar so, dass bei vielen Übergewichtigen mehr Leptin im Blut ist als bei Normalgewichtigen.


    Die Lösung wurde später gefunden: Bei einem Teil der Menschen sind zu wenige Leptinrezeptoren in Stammhirn und Zwischenhirn vorhanden. Das Gehirn kann das Leptin nicht „sehen“, deshalb erhält es kein Sättigungssignal, es meldet immer noch weiter Hunger und veranlasst immer weitere Nahrungsaufnahme.

    Das heißt ganz klar: Übergewichtige sind nicht dick, weil sie willensschwach sind, nein, sie haben ständig Hunger weil ihr Hirn leptinblind ist.


    Wodurch ist die Anzahl der Leptinrezeptoren vermindert? Genetisch?

    Nein, man fand heraus, dass ein erhöhter Basis-Insulin- Wert zum Abbau der Leptinrezeptoren führt.

    Menschen mit hohem Basis-Insulin haben weniger Leptin-Rezeptoren.


    Warum ist das Basis-Insulin erhöht?

    Dafür gibt es mehrere Gründe, z.B. Diabetes.

    Aber in diesem Zusammenhang ist ein ganz wichtiger Grund der hohe Insulinspiegel im Blut durch

    - ständige Nahrungszufuhr während des Tags, snacking, grazing

    - hohe Kohlenhydratzufuhr in Form von Zucker, Mehl


    Somit ist eine Ursachenkette gefunden, warum Zucker und Mehl zu Übergewicht führt:

    Häufige Zufuhr von Zucker und Mehl --> Häufige Insulin-Ausschüttung, permant hoher Insulinspiegel --> Erhöhung des Basis Insulins --> Reduktion der Leptinrezeptoren --> Leptin kann nicht andocken --> kein Sättingungssignal im Gehirn --> ständiges Hungergefühl


    Das Ganze ist in der Kürze vereinfacht dargestellt. Trotzdem kann man erkennen, dass es zwei einfache Maßnahmen gibt, um dieses Problem zu lösen:

    - Zucker und Mehl komplett weglassen, kein Problem für uns LCler

    - Zahl der Mahlzeiten begrenzen, damit nicht dauernd eine Insulin-Ausschüttung stimuliert wird. Ich versuche es mit drei Mahlzeiten, ohne Snacks


    Es gibt auch einen angeborenen Leptinmangel, genetisch bedingt. Den betroffenen Menschen kann man leicht helfen, indem man ihnen Leptin zuführt.


    Damit ist auch erklärt, warum bei einer ketogenen Diät das Hungergefühl verschwindet

    Bisher hatte ich immer geglaubt, was so erzählt wird, Eiweiß und Fett machen länger satt, KHs führen zur Insulin-Ausschüttung und Blutzuckerabsenkung und das wiederum zu Hunger. Das ist sicherlich ein Teil des Mechanismus.

    Ohne Kohlenhydrate findet eine geringere Insulinantwort statt, das Basisinsulin wird auf Normalwert zurück gefahren, die Leptinrezeptoren werden wieder vermehrt, Leptin kann andocken und dem Gehirn ein Sättigungssignal übermitteln.

    Nun kann man zu Recht fragen: warum sind dann in unserer heutigen Zeit nicht alle Leute dick?
    Alle essen doch Mehl und Zucker.
    Die Antwort ist, dass die Anfälligkeit unterschiedlich ist. So wie nicht jeder Alkoholiker wird, der Wein trinkt und nicht jeder zum Kettenraucher wird, der mal eine Zigarette probiert.
    Aber wenn man empfindlich und anfällig ist, dann führt nur ein Weg aus dem Dilemma:
    Absolute Abstinenz gegenüber Zucker und Mehl.
    Einem Alkoholiker hilft auch nicht Mäßigung sondern nur Abstinenz.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Januar 2018
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  2. Toddy

    Marianne Stamm-Mitglied

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  3. Petraea

    Petraea Stamm Mitglied

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  4. Petraea

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    Die perfekte Ernährung

    Was fällt auf, wenn man sich jahrelang mit Ernährung beschäftigt?

    • Obst ist nicht gut (Fruktose usw.)
    • Brot ist nicht gut (Gluten usw.)
    • Fleisch ist nicht gut (Neu5gc usw.)
    • Fisch ist nicht gut (TMAO usw.)
    • Hülsenfrüchte sind nicht gut (Lektine usw.)
    • Nüsse sind nicht gut (Phytinsäure usw.)
    • Milchprodukte sind nicht gut (Casomorphine usw.)
    Gut, Gemüse … Aber davon kann man nicht ausschließlich leben.

    Was ich natürlich schon weggelassen habe: Verarbeitete Wurst- bzw. Fleischwaren, Fertigprodukte, Müsli, Pommes und sonstige Spielereien.

    Doch das Ganze geht noch weiter.

    • „High Carb“ ist nicht gut
    • „Low Carb“ ist nicht gut
    • Gesättigte Fette sind nicht gut
    • „High Fat“ ist also nicht gut
    • „Low Fat“ ist sowieso nicht gut
    • „Low Protein“ ist nicht gut
    • „High Protein“ ist nicht gut
    So … Und jetzt müssen wir, mit all diesen Konzepten im Kopf, einen für uns stimmigen „Ernährungsplan“ basteln. Freilich: Das würde so, mit den oben genannten negativen Assoziationen nie funktionieren.

    Deshalb macht unser Gehirn, machen wir, was ganz Raffiniertes: Je nach Laune, schlagen wir uns auf eine Seite.

    • Paläo — Milch, Hülsenfrüchte, Getreide usw., allesamt sofort raus!
    • Primal — Ähnlich, aber Milchprodukte darf man ab und zu mal mit reinnehmen. Aber nur vollfette, bitte!
    • „Perfect Health Diet“ — Klingt vernünftig, und immerhin krieg ich dann mal wieder ein paar „sichere“ Kohlenhydrate rein!
    • „Weizenwampe“ — Iss Brot und du wirst sterben!
    • „Weston Price“ — Der Mensch kann quasi alles essen, es muss nur „traditionell“ präpariert oder am besten gleich „natürlich“ sein.
    • Vegetarisch — Hmm, vielleicht ist das ganze Fleisch doch nicht so gut? Eier und Milchprodukte sind es aber ganz bestimmt!
    • Vegan — Dr. Greger hat gesagt: Alles, außer Pflanzen, macht krank.
    • „Starch Solution“ — Auch vegan, aber Dr. McDougall hat gesagt, wir seien „Stärke-Esser“ — aber bitte nicht so viele Früchte, weil Fruktose krank macht!
    • Intermittierendes Fasten — Gott sei Dank, wenn ich mal 16 Stunde faste, brauche ich mir über nichts mehr Gedanken zu machen.
    • Ray Peat — Cool, endlich darf ich wieder Säfte trinken und Käse essen!
    • IIFYM — alles essen, was „gesund“ aussieht (manchmal auch nicht), Hauptsache die Makros stimmen.
    Es gibt keine „perfekte Ernährungsform“.
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. Januar 2018
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  5. Petraea

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    Arginin in Lebensmitteln

    Kürbiskerne 5353 mg/100g
    Erdnüsse 3460
    Mandeln 2750
    Pinienkerne 2416
    Sojabohnen 2360
    Weizenkeime 2250
    Linsen 2240
    Haselnüsse 2030
    Garnelen 1740
    Rindfleisch 1540
    Kalbfleisch 1540
    Schweinefleisch 1530
    Hähnchenbrust 1360
    Lachs 1330
    Sardinen 1310
    Thunfisch 1250
    Edamer 1030
    Buchweizen 970
    Eier 840

    Quelle: Fit for Fun
     
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  6. Bestseller

    Bestseller

  7. Petraea

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    Mitochondriopathie

    https://www.hdg-hollerbach.de/mitochondriopathie.html

    Das ist die Seite eines "richtigen" Mediziners.
    "Die Mitochondrien bilden Adenosin-Tri-Phosphat (ATP), ein wichtiger Baustein der DNA. Aus quantenphysikalischer Forschung wissen wir, dass die DNA ein Hohlraumresonator für kosmische Schwingungen ist. Dieser ist eine Empfangsantenne für die kosmische Steuerung von Lebensprozessen."

    Ich finde, damit ist alles gesagt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Februar 2018
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  8. Petraea

    Petraea Stamm Mitglied

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    Zum Thema "Gesunder Avocadokern":

    http://www.deutschlandfunkkultur.de...n-avocados.993.de.html?dram:article_id=369857

    Ich habe ihn auch schon ein paar Mal im Smoothie mit gemixt,
    das werde ich nicht mehr tun.
    Ich glaub zwar dem Pollmer auch nicht mehr alles, vor allem
    ist er immer sehr polemisch, aber das hier erscheint mir einleuchtend.

    https://projekte.meine-verbraucherzentrale.de/avocadokern
    Auch die Verbraucherzentrale rät vom Verzehr ab, weil Inhaltsstoffe
    und Wirkungen noch nicht genau untersucht sind.

    Allerdings findet man Unmengen Artikel, die behaupten, der Kern
    sei unglaublich gesund.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. Juni 2018
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  10. Petraea

    Petraea Stamm Mitglied

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    Darum sind Kalium und Magnesium so wichtig für das Herz

    Bei vielen Herzerkrankungen sollten Betroffene unbedingt darauf achten, dass sie nicht unter einem Kalium- oder Magnesiummangel leiden. Denn zu niedrige Werte im Blut können Herzrhythmusstörungen auslösen, die den Herzmuskel je nach Vorerkrankung teilweise deutlich schwächen. Wie hoch der Kalium- und Magnesiumspiegel sein sollte und wie sich ein Mangel ausgleichen lässt, können Sie hier lesen.

    Sowohl ein Kaliummangel als auch ein Magnesiummangel können das sogenannte Membranpotenzial von Herzzellen so verändern, dass es zu einer gesteigerten Erregbarkeit der Schrittmacher- und Muskelzellen im Herzen kommt und dadurch vermehrt Herzrhythmusstörungen auftreten. Im besten Fall kommt es nur zu harmlosen Extraschlägen (Extrasystolen), die sich z. B. in Form von Herzstolpern bemerkbar machen. In schweren Fällen kann ein Kalium- oder Magnesiummangel aber auch zu gefährlichen Rhythmusstörungen führen. Z. B. ist ein extremer Magnesiummangel in der Lage, lebensbedrohliches Kammerflimmern und damit einen plötzlichen Herztod mitzuverursachen.

    Sollte jeder Magnesium und Kalium prophylaktisch einnehmen?
    Viele Menschen nehmen regelmäßig Kalium und Magnesium in der Hoffnung ein, ihrem Herzen damit etwas Gutes zu tun, ohne dass tatsächlich ein entsprechender Mangel vorliegt. Beliebt sind z. B. Präparate wie etwa Tromcardin complex. Doch von einem solchen Vorgehen ist abzuraten, wie die Deutsche Herzstiftung betont. Denn Magnesium einfach auf Verdacht einzunehmen, kann kontraproduktiv wirken. Grundsätzlich sollten Kalium- und Magnesiumpräparate nur zum Einsatz kommen, wenn eine Blutabnahme auch tatsächlich Anlass dafür gibt.

    Wer sollte seine Kalium- und Magnesiumspiegel regelmäßig bestimmen lassen?
    Menschen mit einer Herzerkrankung sollten ihre Kalium- und Magnesiumspiegel in folgenden Fällen regelmäßig in der Sprechstunde kontrollieren lassen:

    • Bei einer zusätzlichen Nierenerkrankung
      Bei Nierenerkrankungen kann die Ausscheidung von Elektrolyten wie etwa Magnesium oder Kalium mit dem Urin gestört sein. Herzpatienten, die außerdem eine Nierenerkrankung haben, sollten daher regelmäßig ihre Kalium- und Magnesiumspiegel kontrollieren lassen.
    • Bei der Einnahme von Medikamenten
      Bestimmte Medikamente können den Elektrolythaushalt beeinflussen. Bei folgenden Medikamenten empfiehlt die Deutsche Herzstiftung den Kaliumwert vor und zwei Wochen nach dem Therapiebeginn zu bestimmen (gilt auch für Dosisänderungen) und anschließend in halbjährlichen Abständen Kontrollen durchzuführen: - Diuretika (= Entwässerungsmittel; z. B. Furosemid, Torasemid, Piretanid, Hydrochlorothiazid, Indapamid, Chlortalidon, Xipamid) - ACE-Hemmer (z. B. Captopril, Enalapril, Lisinopril, Ramipril) - Sartane (z. B. Losartan, Valsartan, Candesartan, Irbesartan, Olmesartan, Telmisartan, Eprosartan) - Aldosteronantagonisten (z. B. Spironolacton, Eplerenon) - Digitalispräparate (Digoxin, Digitoxin)
    • Bei einer Herzschwäche
      Besonders wichtig ist die Überwachung der Kalium- und Magnesiumwerte zur Vermeidung von Herzrhythmusstörungen bei Menschen, die eine Herzschwäche (= Herzinsuffizienz) haben. Denn Herzrhythmusstörungen können zu einer gefährlichen Verschlechterung einer Herzschwäche führen, schlimmstenfalls sogar zum Herzversagen.
    • Bei Herzrhythmusstörungen
      Wer unter Herzrhythmusstörungen leidet, deren Hauptursache nicht Elektrolytstörungen sind, sollte dennoch regelmäßig seine Kalium- und Magnesiumwerte bestimmen lassen. Denn Elektrolytstörungen können zu einer Verschlimmerung von Herzrhythmusstörungen beitragen. Und in manchen Fällen lässt sich die Herzrhythmusstörung durch eine Normalisierung der Kalium- und Magnesiumwerte sogar beseitigen oder zumindest verbessern.
    Ab welchen Werten liegt ein Kalium- oder Magnesiummangel vor?
    Stabilisierend können sich Kalium und Magnesium immer dann auf den Herzrhythmus auswirken, wenn sich die Blutwerte dieser Elektrolyte im Normbereich befinden. Dieser Normbereich reicht bei Kalium von 3,6 bis 4,8 mmol/l und bei Magnesium von 0,7 bis 1,05 mmol/l. Für Menschen mit einer Herzrhythmusstörung ist es zudem oft ratsam, die Kalium- und Magnesiumwerte in hochnormale Bereiche zu bringen, also in die Nähe des oberen Grenzwertes. Denn dadurch lässt sich in einigen Fällen eine Verbesserung der Herzrhythmusstörungen erreichen. Für Kalium können z. B. 4,4 mmol/l sinnvoll sein und für Magnesium 0,9 mmol/l, was individuell mit der jeweils behandelnden Ärztin bzw. dem behandelnden Arzt besprochen werden sollte.

    Kalium und Magnesium in Tablettenform einnehmen?
    Niedrige Kaliumwerte lassen sich in vielen Fällen bereits mit einer kaliumreichen Ernährung wirkungsvoll anheben. Besonders gute Kaliumlieferanten sind z. B. Obst und Gemüse, vor allem Bananen, Trockenobst, Kartoffeln, Fenchel sowie verschiedene weitere Sorten. Im Unterschied dazu ist Magnesium besonders reichhaltig in Hülsenfrüchten wie Bohnen, Erbsen und Linsen enthalten sowie in Getreideprodukten, Nüssen und Trockenobst, aber auch in Früchte- und Kräutertees.

    Lassen sich mit einer magnesium- oder kaliumreichen Ernährung die Elektrolytspiegel nicht zufriedenstellend anheben, sollten keine sogenannten Nahrungsergänzungsmittel zum Einsatz kommen, sondern Medikamente. Kalium kommt dabei am besten als Kaliumchlorid in einer Dosierung von 40 mmol pro Tag zum Einsatz, Magnesium als Magnesiumaspartat oder Magnesiumcitrat in einer Dosierung von 10 mmol pro Tag.

    Was tun wenn Kalium- oder Magnesiumpräparate nicht vertragen werden?
    Manche Menschen reagieren empfindlich auf Kalium- und Magnesiumpräparate. Teilweise können z. B. Magenreizungen auftreten, die eine weitere Einnahme erschweren. In solchen Fällen können Retardpräparate zum Einsatz kommen, die ihre Inhaltsstoffe verzögert freisetzen und oft besser vertragen werden.

    https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/gesund-ernaehren/himalayasalz-8638
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Oktober 2018
  11. Petraea

    Petraea Stamm Mitglied

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