Hungerstoffwechsel

Dieses Thema im Forum "Bin neu hier und habe schon Fragen" wurde erstellt von beaver, 19. Januar 2012.

  1. beaver

    beaver Neuling

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    Hallo,

    bin seit wenigen Tagen in Ketose.

    Ich zähle keine Kalorien, jedoch habe ich wegen der Ketose sehr wenig Hunger und bin mir sicher ein deutliches Kaloriendefizit zu haben. Nun möchte ich einem Hungerstoffwechsel vorbeugen. Jedoch möchte ich keine Kalorien zählen.

    Gibt es Merkmale an denen man erkennt, ob man im Hungerstoffwechsel ist, oder nicht?

    Kann man ihm entgegensteuern, ohne Kalorien zu zählen?


    Freue mich sehr über Rückmeldungen.
     
  2. Toddy

    Marianne Stamm-Mitglied

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  3. Matthias

    Matthias Sergeant Moderator

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    Der Vorteil von der Ketose ist ja, dass man weniger Hunger hat.
    Wenn du genug Fett isst, also Nahrung mit hoher Energiedichte, dann hat der Körper auch keinen Mangel.
    Zumal er in Ketose auch intensiv Eigenfette verbrennen kann und immer Energie bekommt.
    Halte dich einfach an die Regeln, dann wird das.
     
  4. Matthias

    Matthias Sergeant Moderator

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    Hungerstoffwechsel erkennt man daran, dass man leichter als sonst friert.
     
  5. beaver

    beaver Neuling

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    Vielen Dank für den Tipp. Frieren tu ich bis jetzt nicht, aber ich werde mal stärker drauf achten.


    Freue mich natürlich auch über noch mehr Ratschläge, sollte noch jemand was haben.
     
  6. Bestseller

    Bestseller

  7. Matthias

    Matthias Sergeant Moderator

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    Die besten Ratschläge kann man geben, wenn man weiß, mit wem man es zu tun hat. Also Größe, Gewicht, Alter, Diätart etc. im Kontrollzentrum ins Profil eintragen.
     
  8. Emmi-tack

    Emmi-tack Mitglied

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    Hallo,

    ich kenne den Begriff Hungerstoffwechsel, Sparmodus, Usw. schon so lange wie ich mich mit meinem Gewicht beschäftige. Und irgendwie wird dieses Wort immer als Dogma-Phrase eingesetzt nach dem Motto 'Ess halt mehr Obst und Gemüse'.
    Ich persönlich bin überzeugt, dass es keinen Hungerstoffwechsel gibt.
    Aber ich lasse mich gerne belehren, wenn es wissenschaftliche und oder logische Erläuterungen dazu gibt.
     
  9. Matthias

    Matthias Sergeant Moderator

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    Na sicher gibt es den, aber das hat nichts mit Obst zu tun.
    Wenn der Körper hungert, also gar nichts bekommt oder viel zu wenig, dann muss er seinen Stoffwechsel in andere Bahnen lenken um zu Überleben.
    Die benötigte Glukose wird durch Neoblucogenese aus Eiweiß hergestellt, also aus Muskeln und Bindegewebe!
    Die Energie kommt nach ein paar Tagen aus dem Fett welches von der Leber zu Ketonkörpern umgewandelt wird.
    Insgesamt fängt der Körper an, an Prozessen zu sparen, die nicht all zu wichtig sind, also wird auch die Heizung runtergefahren, denn eine Menge Subkutanes Fettgewebe geht für die Körpertemperatur drauf.
    Da der Körper aber nicht weiß, wie lange diese Hungerperiode dauert spart er sich die Energie für die wichtigsten Aufgaben.
    Nebenbei werden Glückshormone gebildet, welche dem Urmenschen die Flucht ohne Ernährung vor wilden Tieren und ähnlichen Gefahren vereinfachen sollten.

    Das alles ist auch der Grund für den Jojoeffekt, da der Körper am Ender dieser Hungerperiode:

    1: Weniger Mukeln hat, was den GU senkt, da Muskeln Energie verbrennen
    2: der Körper nun mit äußerster Prio Fett einlagert für die nächste Hungerperiode, je öfter man so Spielchen treibt und versucht durch Hungern abzunehmen umso fetter wird man.

    Bevor man hier solche Thesen in den Raum stellt kann man auch google bemühen, da wird einem auch geholfen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Hungerstoffwechsel

    Denn, wenn es keinen gäbe würden wir alle nicht existieren, da unsere Vorfahren in kargen Zeiten ausgestorben wären.
    Diesen Effekt hat man auch beim Fasten, deshalb ist man nach einigen Tagen so gut drauf.
     
  10. Emmi-tack

    Emmi-tack Mitglied

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    vielen Dank für eine Antwort die ich nicht brauche; ich kenne den Wipikedia-Text und das abtippen hättest Du dir sparen können.
     
  11. guter

    guter Stamm Mitglied

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    überzeugungen und wissen sind verschiedene dinge ;)

    ernährungsmedizin des hungers
     
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  13. Emmi-tack

    Emmi-tack Mitglied

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    ihr seid aber ziehmlich empfindlich, wenn jemand nach Hintergrundmaterial fragt.
     
  14. guter

    guter Stamm Mitglied

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    warum, habe ich Dir doch gegeben ;)
     
  15. Emmi-tack

    Emmi-tack Mitglied

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    Der link funktioniert nicht. Das heißt eigentlich schon, aber das PDF hängt sich auf.
     
  16. guter

    guter Stamm Mitglied

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    hm, bei mir geht der link :cool:
     
  17. Matthias

    Matthias Sergeant Moderator

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    Das habe ich nicht abgetippt, du wolltest ne Erklärung, das war das, was ich dazu weiß. Aber du kannst dich in deinem Ton Fremden, die sich Zeit für deine Fragen nehmen etwas mäßigen, finde ich! ;-)
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. Januar 2012
  18. Sirbutralin

    Sirbutralin Mitglied

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    Hungerstoffwechsel ist als negative Stickstoffbilanz definiert; und Stickstoff kommt nur in Aminosäuren(also Protein) vor. Baut man fettfreie Körpersubstanz ab, ist das Hungerstoffwechsel; egal ob gleichtzeitig Fett abgebaut wird oder nicht.

    Anfangs verliert man meist sowieso nur Flüssigkeit, der Rest folgt später, denn je weniger trainiert jemand ist und je größer die Fettreserven am Anfang sind, desto schwerer fällt es dem Körper seine Fettreserven zu mobilisieren(hängt mit der Sensitivität der so genannten Hormonsensitiven Lipase im Fettgewebe zusammen, die mit dem Insulin-und Zuckerstoffwechsel in enger Beziehung steht).

    Glukoneogenese bedeutet, dass Protein, also fettfreie Körpermasse, in freie Energieträger im Blut verwandelt wird. Sie erhöht den Blutzucker. Das Prinzip des Antidiabetikums Metformin, das auch das Gewicht reduzieren soll, ist unter anderem diese zu hemmen.

    Meiner Meinung nach ist deshalb anfangs eine hohe Proteinzufuhr wichtig; Hyperproteindiäten sind das Effektivste, was es gibt. Da Protein auch nur über tausend Umwege und großen Energieaufwand in Fett verwandelt werden kann; sehr satt macht und Regulationskreise, auch im Gehirn, heraufregelt, die den Stoffwechsel aktivieren(unter anderem indem es die Freisetzung von Wachstumshormonen anregt; was auch durch Sport bewirkt werden kann).

    Nachteil ist allerdings, dass Protein-Stickstoff über die Nieren ausgeschieden wird, nachdem es über die Leber verstoffwechselt wurde; geschieht das in unzureichendem Maße, sind beide Organe überfordert, außerdem entsteht Ammoniak, das neurologische Symptome bis hin zu Psychosen auslösen kann. Außerdem sind insbesondere tierische Proteine sehr schwefelreich, was den Körper "übersäuern" lässt; der Blut PH wird zwar konstantgehalten, nicht jedoch der von Geweben und Urin. Als Folge kommt es zu Osteoporose, Arteriosklerose, Nierensteinen, und wie manche vermuten könnte sogar das Gichtrisiko erhöht sein.

    Insofern ist eine Hyperproteindiät nur für einen beschränkten Zeitraum empfehlenswert.

    Deshalb wird von manchen auch empfohlen, gleich auf fettreiche Regimes umzustellen. Aber auch das hat Nachteile, sofern es sich nicht um hochwertige, ungesättigte Omega 3- und Omega 6 Fettsäuren handelt. Resultat ist eine vorzeitige Arteriosklerose, mit allem was dazugehört: Koronore Herzkrankheit, arterielle Verschlusskrankheit, subkortikale Enzephalopathie.

    Auch kann ich nicht bestätigen, dass low carb automatisch Hunger und Appetit senken würde; im Gegenteil, denn insbesondere letzteres ist häufig psychogen bedingt. Hier helfen nur Entspannungstechniken, Umdenken, bewussteres Leben.

    Andererseits darf man nicht vergessen, dass zu viele KH schlimmer sind als alles andere: Sieh dir einen Diabetiker im Endstadium an; dann dürfte alles klar sein.

    Vielleicht ist am Anfang ein Kompromiss gut; gleiche Mengen an Fett und Protein(gerechnet in Kalorien, nicht Volumenprozent). So bekommst du keine negative Stickstoffbilanz, während der Körper Zeit braucht, seine Enzyme dahingehend zu sensibilisieren, dass sie Fettreserven mobilisieren können.

    Insbesondere hilfreich ist dabei ein niedriger Insulinspiegel. Unter anderen erzielbar durch Low Carb.
     
  19. Fraura

    Fraura Mitglied

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    Wer würde schon in Volumenprozenten rechnen? :shock:
    Und in Kalorien gerechnet, kommt man auf zu viel Eiweiss. Sirbutralin, vielleicht hast du deshalb solche Probleme beim Abnehmen, weil du mit der Mengenrechnerei nicht zurechtkommst?
     
  20. archaeopteryxa

    archaeopteryxa Mitglied

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    Als Erfahrung am Rande kann ich hinzufügen, dass ich vor Atkins immer gefroren habe abends und eine Kuscheldecke brauchte :D , weil ich einfach zu WENIG gegessen habe.

    Jetzt wo ich regelmäßig esse nach Atkins ist dem nimmer so :) ich brauch keine Decke mehr! :D

    Also ist da wohl was wahres dran was Matthias schreibt!
     
  21. Emmi-tack

    Emmi-tack Mitglied

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    Hallo,

    das mit dem Eiweiß ist echt logisch. Wenn der Körper nicht genug Eiweiß bekommt, holt er es sich. Tut er das, wird die Fettverbrennung durch das für den Eiweißabbau nötige Hormon gehemmt. Da der Körper aber auch keine KHs hat, hat er zu wenig Energie für alles und man hat die Synthome wie frieren, Kraftlosigkeit usw.
    D.h. der Effekt ist absolut unabhängig von Kalorien. Der Körper senkt nicht seinen Grundumsatz, sondern kann schlichtweg nicht mehr alles versorgen.
    Man hat demnach nur zwei Möglichkeiten. Entweder man ist mehr KHs damit der Körper seine Energie bekommt, stoppt aber dadurch nicht den Eiweißabbau. Oder man achtet darauf ausreichend Eiweiß zu sich zu nehmen.

    Habe ich das so richtig verstanden, oder ist da ein Denkfehler drinn?
     
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