Diät Abnehmen Atkins Low Carb Warum seid ihr dick(geworden)/habt zu viel Gewicht?


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Alt 26.01.2012, 22:38   #101
Sirbutralin
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Beiträge: 112
Warum seid ihr dick(geworden)/habt zu viel Gewicht?

Glaubst du, dass man seine Konstitution ändern kann? Zu einem gewissen Teil ist die genetisch bedingt, du schreibst ja selbst dass du am Ende nicht viel gegessen hast.

Bei mir ist es so, dass ich noch nie übergewichtig war, auch aktuell nicht. Eigentlich könnte ich zufrieden sein, wenn ich nicht wüsste, dass ich vor zwei Jahren noch knapp 10 Kilo weniger gewogen habe.
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Alt 29.01.2012, 23:27   #102
Pantherpfote
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Alter: 31
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Beiträge: 3
Warum seid ihr dick(geworden)/habt zu viel Gewicht?

Das ist eine lange Geschichte bei mir....
Ich erinnere mich an einen Moment, da war ich vier oder fünf Jahre. Meine Mutter sagte mir, ich sei zu dick. Ungläubig, sagte ich nein, das stimme nicht. Dann betrachtete ich mich im Spiegel und erkannte mich als dick. Ich weiß noch genau, dass ich damals einen roten Pullover trug. Seither folgte eine Diät nach der anderen. Jeden Sonntag musste ich mich wiegen, wenn ich zugenommen hatte, bekam ich Ärger, weil ich angeblich genascht hätte, was meistens nicht stimmte, und bekam dann kein Mittagessen. Es wurde in eine Tabelle eingetragen, die gut sichtbar in der Küche hing. Wenn ich heute Fotos aus dieser Zeit, die in etwa ging bis ich 14 Jahre alt war, sehe, dann finde ich gar nicht, dass ich damals dick war. Ich war zwar nicht gertenschlank, aber durchaus normal und im Vergleich mit Klassenkameraden, die ich damals als normal empfand, sogar schlanker.
Als ich 14 war, begann dann meine Essstörung. Ich aß um meine Gefühle zu betäuben, da ich mich von meinen Eltern unverstanden fühlte und nach einem Schulwechsel gemobbt wurde. Damals dachte ich, ich verdiene es nicht anders, weil ich ja so dick, hässlich und undiszipliniert sei und habe mich daher auch nie großartig gewehrt. Ich nahm immer mehr zu. Wenn ich nichts anderes fand, aß ich auch gefrorenes Brot oder rohe Nudeln, manchmal löffelte ich auch gesüßtes Kakaopulver oder direkt Zucker. Mehrfach versuchte ich mein Binge-Eating in eine Bulimie unzuwandeln, doch ich scheiterte spätestens nach drei Wochen an Magenschmerzen. Es war ein Wechsel zwischen Diäten, Hungern und maßlosen Essorgien. Ich probierte auch diverse Pulver, Tabletten etc. Nichts half mir. Jedes Mal war ich Schuld, dass es wieder nicht geklappt hatte. Niemals wurde die Wirksamkeit der fragwürdigen Mittelchen und Diäten in Frage gestellt.
Als ich dann erwachsen wurde und begann zu arbeiten, ließ ich mir wieder alles von anderen gefallen. Ich dachte, ich kann ja froh sein mit meinem Gewicht überhaupt Arbeit zu haben. Zuhause betäubte ich dann wieder meine Wut, meine Traurigkeit und meine Einsamkeit mit Essen, vorzugsweise Schokolade. Mein Rekord waren zwölf Tafeln Schokolade an einem Tag zusätzlich zum normalen Essen.
Jahrelang versuchte ich gegen meine Essstörung anzukämpfen und las unzählige Bücher zum Thema. Ich gründete sogar eine Selbsthilfegruppe in der Stadt, in der ich damals wohnte. Mir wurde vom Gesundheitsamt, das mich dabei unterstützte, gesagt, es würden sich wohl kaum Esssüchtige melden, die meisten Essgestörten wären eher magersüchtig oder bulimisch. Doch es kamen hauptsächlich Esssüchtige. Es war eine recht nette Gruppe, doch lang hielt sie sich nicht. Ich bin dann sowieso umgezogen.
In Kur war ich auch einmal. Doch ich wurde da in eine Klinik gesteckt, die nicht wirklich für mich geeignet war. Ich war dort die einzige Dicke, die wegen ihrer Essstörung einen Antrag gestellt hatte, die anderen taten das um abzunehmen, als essgestört sahen sie sich nicht. Die anderen Essgestörten waren alle magersüchtig oder bulimisch, so fühlte ich mich sowohl bei den Einen als auch bei den Anderen unpassend. Auch die Behandlung sah eher eine Gewichtsreduktion vor, als eine Therapie. Natürlich wurde einem die ach so gesunde fettarme Ernährung gepredigt sowie viel Bewegung. Mehrfach fragte ich, warum man mich für blöd halte, dass mir das nichts Neues sei und ich keine Symptom- sondern eine Ursachenbekämpfung erstrebe. Leider bekam ich darauf nie eine Antwort.
Irgendwann gab ich dann auf zu kämpfen. Ich wusste, ich würde diese Essstörung niemals loswerden und akzeptierte sie als einen Teil von mir, mit dem ich einfach leben musste. Seltsamerweise ist sie seither so gut wie verschwunden. Sicher, ab und zu überesse ich mich auch mal, aber ich denke, das macht jeder Mensch mal. Früher tat ich es jeden Tag und heute vielleicht alle paar Monate mal.
Doch das Problem des starken Übergewichts blieb. Ich dachte, eine einzige Diät machst du noch, wenn das nicht funktioniert, lässt du es für immer bleiben. Meine innere Stimme (klingt irgendwie magisch, aber war so) sagte mir, ich solle Atkins versuchen, was ich bis dato immer abgelehnt hatte, weil es ja angeblich so ungesund sei. Mehr wusste ich bis dahin nicht darüber; nur den Namen hatte ich gehört. Und was soll ich sagen: Es ist das Einzige, was mir jemals geholfen hat, über 40kg sind schon weg, und ich bin mittlerweile überzeugt von dieser Ernähungsweise.
Ach ja: Insulinresistenz und das PCO-Syndrom habe ich leider auch. Beides wird vermutlich auch seinen Teil zum Zunehmen beigetragen haben.
Möglicherweise hatte ich auch einen Darmpilz, denn als Kind hatte ich ständig Mandelentzündung und bekam dafür massig Antibiotika bis mir die Mandeln dann mit acht Jahren entfernt wurden. Auch als Jugendliche bekam ich häufig welche, da ich oft an Mittelohrentzündung litt. Das mit dem Pilz ist allerdings nur eine Vermutung; es wurde nie ärztlich festgestellt. Ich habe es aber auch nie untersuchen lassen.
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Geändert von Pantherpfote (29.01.2012 um 23:38 Uhr).
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Alt 30.01.2012, 16:11   #103
archaeopteryxa
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Warum seid ihr dick(geworden)/habt zu viel Gewicht?

@Sirbutralin: was meinst du mit Konstitution?
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Alt 30.01.2012, 20:52   #104
sweety2301
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Warum seid ihr dick(geworden)/habt zu viel Gewicht?

Ich war als kind immer schlank. Schlanker als meine freundinnen.

Dann trennten sich meine eltern und ich habe aus frust gegessen. Morgens zum frühstück gab es schon pudding, ne tafel schokolade, dazu ne flasche cola. Mittags käsekuchen und danach ne pizza.Am Abend nen döner.In der nacht ne türkische pizza und auch sehr viel alkohol. Habe mich mit 18 jahren schon so vollgesoffen das ich irgendwo auf der strasse in der ecke lag.Dann hab ich meinen mann kennengelernt. Ein wunder, mein mann sehr schlank und will ne 110 kilo schwere frau heiraten?? Na gut.Wir heirateten und 1 monat später wurde ich schwanger. Mit 130 kilo bekam ich mein sohn und wog nach der geburt direkt wieder 110 kilo. Hab mich dann noch bis 115 vollgefressen bis ich die diät hier gefunden habe. Und habe dann mit knapp 113 kilo angefangen.
__________________




Angefangen am : 09.05.2011 mit 112,9 kilo.


20.05.2012: 77,9 kilo
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Alt 30.01.2012, 21:26   #105
archaeopteryxa
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Warum seid ihr dick(geworden)/habt zu viel Gewicht?

@sweety: weiter so ich bewundere sowas echt

leider hab ich nicht so ein Glück bei Männern
__________________
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Alt 31.01.2012, 20:33   #106
Pikstar
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Beiträge: 10
Warum seid ihr dick(geworden)/habt zu viel Gewicht?

Na dann mal zu mir:
Angefangen dick zu werden habe ich direkt nach dem Abholen meines Führerscheins. Dies war der Zeitpunkt, als ich, nachdem ich jeden Meter und auch mal viele Kilometer, mit dem Fahrrad gefahren bin zuerst auf das Moped und dann auf das Auto umgestiegen bin. Die ersten 6-8 Monate war das auch kein weiteres Problem, bis zur Bundeswehr mit der sinnlosen Institiution des Grundwehrdienstes.

Ihr müsst wissen das ich 12 Jahre Karate als Leistungssport betrieben habe mit teilweise mehreren Trainingseinheiten täglich. Ich war Trainer, angesehener Kampfrichter und keine 80 kg schwer mit kaum einem Gramm Fett. Außerdem war ich ausgelastet, musste früh zur Schule danach gleich als Trainer und danach selbst zum Training und Abends noch zum Kickboxen. So ging jeder Tag bis ca. um 10 manchmal auch um 11 oder 12.

Dies konnte ich während meiner Bundzeit nichtmehr betreiben. Dazu kommt die Langeweile, die man knapp 400 km von zu Hause hat, viel zu viel Alkohol und Zivilversager (ähh Dienstgrade) deren Intelekt in etwa auf Höhe einer Fensterscheibe war.
Kurz gesagt: das war es dann mit Sport.
Meine Quote in 9 Monaten Bundeswehr: +15 kg und ziemlich viel Hüftspeck

Nach dem Bund hab ich versucht wieder mit Karate anzufangen, was dann aber nie mehr das selbe war. Hab zwar wieder leicht abgenommen, aber wenn man dann immer den Vergleich hat was man früher mal konnte und was danach bei raus kommt war das echt deprimierend.

Mein Ausweg aus diesem Dillemma wurde dann mein Studium und 1-2 manchmal auch 3 Nebenjobs. Fast alles war wieder wie früher nur das ich den Sport mit Arbeit ausgewechselt habe. Meine Bewegung beschränkt sich nur noch auf dem Weg vom und zum Auto und hin und wieder mal mit Kumpels Squash spielen oder Fahrrad fahren.

Dazu kommt: ich wohnte nicht mehr zu Hause wo ausgewogenes Essen auf mich wartete. Ich musste allein kochen und das macht nach einem 10 bis 15 Stundentag einfach keinen Spaß. Also gab es immer häufiger Pizza, manchmal einfach nur eine große Milka Tafel und jeden zweiten Tag Nudeln.

Macht dann zusammen 104 kg und ein gewisser Ekel vor mir selbst.

Das war dann das Ende meines Dickwerdens. Jetzt geht es nur noch in die andere Richtung.
__________________
21.01.2012 104,7 kg
28.01.2012 102,5 kg


"Auch aus Steinen die einen in den Weg gelegt werden kann man etwas schönes bauen."

Mein Tagebuch
Pikstar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.02.2012, 00:24   #107
Sirbutralin
Forum-Junkie


 
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Beiträge: 112
Warum seid ihr dick(geworden)/habt zu viel Gewicht?

Mit Konstitution meine ich die drei körperlichen Grundtypen. Jeder hat ja einen anderen Körperbau; ich kann mich an Leute erinnern, die nur Süßkram in sich reinklatschten und auf gar keine Regeln achteten und trotzdem total mager waren, und dann wieder solche, die immer auf Fasten und Kalorienvermeidung bedacht waren und dennoch dick. Das war schon bei meinem Vater immer so: Der lebt nur von Kalorienbomben, Fett, Kohlenhydrate, alles wild durcheinander, auch aus Langeweile; und ist trotzdem auffallend schlank.

Für das was ich mir genehmigte, bin ich auch nicht dick geworden; und momentan stört mich wie gesagt einfach nur die Tatsache, dass ich schonmal dünner war. Es kam so viel zusammen, Ende des Studiums, Promotionsprüfung, die oft zermürbende Arbeit in der Klinik; da meint man dann mehr zu "brauchen", auch wenn man einfach nur psychisch vielleicht "mehr" bräuchte.

Auch habe ich einen starken Zusammenhang zum Schlafverhalten festgestellt; die Zunehmphasen waren meist auch mit erheblichen Schlaflosigkeitsphasen verbunden. Was allerdings was begünstigte kann ich so nicht sicher sagen.
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Alt 06.02.2012, 06:23   #108
The Queen
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Diätart: Gesundes säurearmes LC

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Warum seid ihr dick(geworden)/habt zu viel Gewicht?

Schlaflosigkeit =erhöhter Cortisolspiegel durch ie fehlende Entspannung, denke ich.
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liebe Grüße Doris
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Alt 06.02.2012, 18:00   #109
archaeopteryxa
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Warum seid ihr dick(geworden)/habt zu viel Gewicht?

@Sirbutralin:

Mh ja da könnte was dran sein. Ich mein ich les hier so beiträge, dass jem sein Schlüsselbein erst wieder spürt mit 75 kilo. Ich habs immer gespürt und gesehen


Ich glaub auch nicht, dass ich superschlank werde, will ich auch gar nicht werden. Die 60 als Zielgewicht sind eher das Minimum, dass ich mir gesetzt hab. Aber halt die Fettpolster sollen weg und noch wichtiger ist mir meine Kondition halt, dass ich nicht mehr soviel Gewicht tragen muss und länger laufen kann
__________________
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Alt 07.02.2012, 20:14   #110
Schwammpuppe
Ehren-Mitglied
 
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Diätart: ich faste mich kurz mit Atkins

Größe: 178
Gewicht: 121,5 aktuell befinde ich mich auf einem Hoch meiner selbst
Körperfett: vorhanden
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Alter: 32
Ort: Dortmund
Registriert seit: 15.09.2008
Beiträge: 2.033
Warum seid ihr dick(geworden)/habt zu viel Gewicht?

Jo, warum bin ich WIEDER dick geworde? Wer die Antwort kennt, bitte her damit, damit ich das nach der nächsten Abnahme vermeiden kann!
__________________


Ich habe nur wieder zugenommen, weil ich abnehmen so geil finde! :P

Also nochmal

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