Ernährung bei Krebs ?

Dieses Thema im Forum "Bin neu hier und habe schon Fragen" wurde erstellt von Mayestic, 20. Oktober 2016.

  1. Mayestic

    Mayestic Forentroll Moderator

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    Die Frage bezieht sich eigentlich nicht auf LC eher auf HF würd ich mal sagen, passt also nicht ganz hier ins Forum aber ein paar Tipps wirds sicher geben.

    Meine Mutter hat ja nun Lungenkrebs, Hirn- und Knochenmetastasen und sie nimmt wahnsinnig schnell ab.
    Das Essen im Seniorenheim ist sehr durchwachsen bis hin zu schlecht und ihre Ärztin sah gestern mal was die da zu futtern bekommt und meinte das geht so gar nicht. Es ist einfach zu wenig, es sind kein Vitamine drin, kurz es schmeckt zu 50% aber es ist Dreck. Aber die alten Leute dort beschweren sich halt nicht, meine Mutter die aber noch keine 60 ist hat noch Geschmacksnerven und nen eigenen Willen und schlägt ständig Rabatz. Wie das eben so in Seniorenheimen sein kann die ihre Küche outsourcen und dieses Catering-Unternehmen dann für die bereitgestellten 8,73€ pro Tag die halbe Zeit nur Rotz liefert.

    Kurz gesagt, aktuell lebt sie dort zur Kurzzeitpflege, es kann aber sein das sie nach den vier Wochen dort bleibt. Dann würden wir auch nen Kühlschrank kaufen dann könnte man sich deutlich leichter selbst versorgen. Wir haben aktuell zwei aus der Familie dort untergebracht. Der andere hat nen kleinen Kühlschrank um sein Bier zu kühlen *lacht* und meine Mutter stellt da manchmal was unter aber das geht langfristig nicht gut. Ende nächster Woche fällt die Entscheidung sowieso.

    Bei meiner Mutter geht aktuell scheinbar viel Muskelmasse verloren. Sie war vorher noch recht aktiv, heute liegt sie fast nur noch im Bett und geht ab und zu mal wenn die Schmerzen es zulassen spazieren. Aber die Wirbel sind halt frisch gebrochen, da geht noch nicht so viel.

    Ich hab mir das mal in meiner Tabelle die Nacht ausgerechnet. Bei 172 cm, 70 KG und 59 Jahren wären das nahezu bettlägerig ca. 1600 kcal um das Gewicht zu halten. Da der Krebs sich aber scheinbar auch gut bedient würde ich mal mind. 2000 kcal einplanen. Die möglichst frisch, mit ordentlich Obst weil selber kochen ist nicht, Gemüse wäre zwar besser mMn aber die Leute naschen lieber ne Banane als an ner Salatgurke zu lutschen. Nährwerte spielen evtl auch gar keine große Rolle sie braucht aber nen Muskelschutz und ordentlich Kalorien.

    Was taugt denn so als kaloriendichtes Essen ? Sie ist auch oft erschöpft vom Essen selber. Sie packt manchmal die kleinen Portionen nicht weil das essen sie zu stark anstrengt. Ihre Ärztin meinte gestern frisches Obst, Joghurt und Leinöl wären z.B. ein besseres Frühstück als dieses fade Stück Brot und den ewig gleichen Kaseaufschnitt. Die Wurst isst sie nicht, die glänzt wenn sie morgens bei ihr ankommt, da vermutet sie das die nicht ordentlich gekühlt wird und dann wird sie halt so schmierig glänzend. Was nicht bedeutet das sie schlecht ist. Trotzdem *kopfschütteln*

    Aktuell suche ich halt noch nährstoffreichen klassischen Frühstücks- und Abendessenideen die man ohne Küche und Kühlung zubereiten kann. Es gibt lediglich ne Mikrowelle im Gemeinschaftsraum und auch dort nen Kühlschrank aus dem immer alles verschwindet weil die Leute teilweise dement sind. Vorwurf kann man ihnen keinen machen, sie denken halt sie wären dort zuhause und alles gehöre ihnen.

    Gibt es evtl wirklich irgendein "Superfood" unter den Früchten oder ist das alles nur PR. Ich meine soviel besser als die heimischen Sorten sind sie ja oftmals nicht. Warum soll ich teuren Chiasamen kaufen wenn ich auch Leinsamen nehmen kann ?

    Als Muskelschutz muss Eiweiß her. Vorwiegen aus Milchprodukten aber sie isst auch gerne Fleisch wenn auch nicht oft. Ansonsten breitgefächerte Vitamine und Mineralstoffe. Sie bekommt zwar ein paar Vitamine aus Pillen aber die Ärztin vertritt die Meinung das "natürlich" besser ist.
     
  2. Toddy

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  3. wisgard

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    Ich würde mich dieser Frage anschließen wollen. Meinem Vater (86) geht es sehr schlecht NACH einem Krankenhausaufenthalt, wegen eines Schlaganfalls. Den Schlaganfall hat er gut überstanden, aber bei der anschließenden Reha wurde sein Insulin abgesetzt. Was an sich schon eine Frechheit ist, er hat Diabetes Typ1. Er war früher eher propper und hat in den letzten drei Wochen die Hälfte an Körpergewicht verloren. Das Essen in der Reha war auch nicht der Brüller. Dazu wurde ein Harnwegsinfekt nicht behandelt, weil angeblich die Werte normal waren. Laut Hausärztin waren sie es aber nicht. Seine Hausärztin ist im Dreieck gesprungen, als sie das alles mitgekriegt hat.
    Das Ende vom Lied ist, daß mein Vater seit gestern wieder im Krankenhaus ist, wegen einer Nierenentzündung.

    Was würdet ihr sagen, was meine Mutter ihm mit ins Krankenhaus zu essen geben soll? Den Fraß dort kann man keinem anbieten. Auch mein Vater hat keine Kraft zum essen und ißt entsprechend kleine Portionen. Wir sind ziemlich ratlos.
     
  4. CowLarb

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    Hallo!
    Es tut mir Leid zu hören, wie es euren Angehörigen geht!

    Wir hatten das gleiche Problem mit meiner Großmutter. Um ihr ein bisschen mehr Vielfalt zu ermöglichen haben wir ihr
    einen kleinen Kühlschrank von Klarstein ins Zimmer gestellt.
    Dadurch konnten wir Milch und andere Produkte zumindest kühlen.

    Ich persönlich finde Overnight-Oats sehr praktisch, denn die muss man einfach nur in ein Gefäß tun (das können die Angehörigen auch vorportionieren)
    und dann muss nur jemand Abends die Milch (oder Getreidemilch) drüberkippen und in der Kühlung stehen lassen.
    Ich persönlich lasse die über Nacht auch draußen stehen, weil es in der Küche eh nicht sehr warm ist. Das ist natürlich anders wenn man in dem Zimmer gleichzeitig wohnt.
    Dazu kann man dann wunderbar Obst essen, bzw. reinschneiden was man mag. Um es gehaltvoller zu machen, kann man natürlich noch Honig oder anderes untermengen.
    Ich hätte noch ein paar andere Ideen, habe dazu aber keine Kompetenz, daher halte ich mich da mit Tips zurück.
    Wir haben Oma immer Suppen gekocht, die konnte sie gut essen. Da kann man Butter reinmachen um Kalorien zu bekommen. Die kann man auch gut für mehrere Tage vorkochen und in Kühlschrank stellen.
    Wir haben das direkt in Töpfe gefüllt die Mikrowellentauglich waren. Es war eine Menge Aufwand, aber so hatte Oma wenigstens was gutes zu essen.

    Ich wünsche euch alles Gute und viel Kraft!
     
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  5. CowLarb

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    Achso, der ganze Chia-kram war auch super für die Verdauung, denn dann rutscht alles besser durch. Gerade wenn die Leute sich nicht mehr viel bewegen können und eventuell auf die Pfanne müssen ist das praktisch weil (Achtung: Explizite Wortwahl, für empfindliche Leute, oder die die gerade am Essen sind) der Stuhl dann besser rausrutscht ohne großartige Schmierereien zu hinterlassen.
     
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  7. Mayestic

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    Probleme mit der Verdauung hat meine Mutter zwar aber die kommen von der Chemo.
    Durch Chemo bekommt man ja scheinbar Verstopfung und dagegen kaut sich täglich ihre Lefax-Tabletten.
    Ich meine so hießen die Dinger. Die 2. Chemo war letzte Woche Donnerstag und so langsam bessert sich der Magen-Darm-Trakt.

    Achja und was das Essen angeht. Seit gestern bekommt sie nun täglich ihr Obst. Morgens bekommt sie nun Naturjoghurt anstelle von Brot.
    Das motzen und beschweren hat sich gelohnt. Hier aber ging der Rüffel klar an Küchenpersonal.
    Die kommen immer auf die Stationen und fragen was die Leute zu essen haben wollen aber manche Dinge wurden nicht abgefragt.
    Meiner Mutter hatte nie jemand gesagt das sie täglich ne Portion Obst bekommen kann, das Obst im Gemeinschaftsraum auf der Station für alle bereitgestellt wird oder das sie morgens Joghurt haben kann.
    Die bekam nun drei Wochen am Stück jeden Morgen das gleiche, entweder zwei Scheiben ranzige Paprika-Fleischwurst oder zwei Scheiben Gouda mit zwei Scheiben Billigbrot.
    Manchmal fehlte der Kaffee oder er war schlichtweg eiskalt, Sonntags fehlt generell das gekochte Ei also haben wir sie mit Eiern versorgt.
    Manierliches Brot bekommt sie von der Freundin ihres Bruders, die ist im Thermomix-Rausch und ein Backteufelchen geworden.
    Die Heimleitung bekam das natürlich schnell mitgeteilt das da Wagenladungen an Lebensmitteln ins Zimmer gekarrt werden.
    In Ihrem Kleiderschrank stehn 10x Dosenfutter als Notration, heute hab ich ihr halbe Hähnchen und griechischen Joghurt mitgebracht und iwen hat das scheinbar gewurmt weil plötzlich sorgen sich alle um sie.
    Selbst die Küchencheffin war heute da und hat sie noch mal wegen dem Obst gefragt und wollte genaustens wissen was sie mag und was nicht.
    Die war halt auch angefressen weil eigentlich sollte ihr Personal das machen aber wie das so ist wenn es richtig laufen muss muss man es selbst machen.
    Aber wie gesagt die sparen derart am Personal, man weiß garnicht wen man anschnauzen soll.

    Heute war der MDK da, hat aber mehr mit dem Personal als mit ihr geredet. Sie musste nur noch ein paar "Turnübungen" machen um klarzustellen wie beweglich sie noch ist.
    Am Ende gabs nen Rollator damit sie etwas mehr Mobilität bekommt und sich jederzeit hinsetzen kann.
    Welche Pflegestufe da nun raus kommt wollte die Dame aber nicht sagen. Meine Mutter hofft auf 1 und nicht auf 2.
    Pflegestufe 2 käme sie halt unterm Strich teurer bei der Zuzahlung und sie redet das immer etwas runter weil eigentlich kann sie sich ja nur nicht mehr bücken.
    Ihr müssen also die Unterschenkel und die Füße gewaschen bzw die Schuhe zugebunden oder Socken angezogen werden.

    Das mit den Medikamenten klappt vorne und hinten nicht, sie dosiert sich mittlerweile alles selber bis auf die Opiate.
    Einmal bekam sie die Medikamente vom Bewohner nebenan, dann plötzlich iwas nicht, dann nur noch eine Tablette und nicht mehr vier von dieser Sorte.
    Es war halt nur noch eine da, sie hatten nicht nachbestellt und dann nichts weiter gesagt.

    Trotzdem muss man dem Personal zu gute halten das sie sich ordentlich ins Zeug legen aber total unterbesetzt sind und am Limit laufen.
    Daher geht die Beschwerde auch immer in Richtung Verwaltung, solche Fehler könnten im schlimmsten Fall tödlich sein und wer dann zum Sündenbock gemacht wird ist klar, sicher nicht die knausernde Heimleitung.
    Deswegen alles selber machen solange man es kann und kontrollieren ist deutlich nervenschonender.
     
  8. Michael62

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    Mirco, du schreibst Dir immer den Frust von der Seele, die Links und Tips, die ich Dir ganz am Anfang zu dem Thema gegeben habe, liest du aber nicht, jetzt fragst Du genau danach, ihr habt beide nur wertvolle Zeit verloren.

    Wen deine Mutter loslassen will, gib ihr Alles, was sie haben möchte, irgend wann wird sie nicht mehr essen., dann nicht mehr trinken.

    Wenn du oder sie "Strohhalme" suchst oder kämpfen wollt:

    Ernährung >90 % Fett, KohlenhydratAUSSCHLUSS, Natriumbicarbonattherapie hochdosiert, reines tierisches Protein.

    KEINERLEI OBST.

    Eventuell Kräuter.

    Link:

    Andrew Scarborough, du kannst ihn auf Facebook im ZeroCarb erreichen, die diversen bereits verlinkten Bücher.

    Lese "Chemotherapie heilt Krebs und die Erde ist eine Scheibe", Doris hat das, ansonsten habe ich auch das Buch, es gibt es auch im Netz als PDF.

    Ich weiss, ich schreibe Dir nie, was du hören willst, aber Hilfreiches ist nicht immer emphatisch.

    Wenn Sie loslassen will, lese dich in Prana healing ein, damit kannst du ihre Schmerzen wehgnehmen, elerne es zunächst bei Dir, eventuell wäre "Die Reisen der Seele" ein schönes Buch für Sie und dich zum Loslassen und der Vorbereitung auf die nächste Welt.

    Liebe Grüsse


    Michael
     
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  9. Sandydoo

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    @Michael62 wie kannst du das so sicher behaupten, dass deine Tipps das Allheilmittel wären? Kann sein, kann auch nicht sein.

    Mirco, ich will und kann dir nichts raten bzgl. der richtigen Ernährung für deine Mama. Wenn sie nicht mehr lange zu leben hat (wer weiß das schon), geht es dann darum sich an Strohhalme zu klammern und zu versuchen mit Ernährung die Zeit zu verlängern, das Wohlbefinden zu verbessern oder eher darum diese letzte Zeit noch zu genießen? Keiner kann das beantworten, nur deine Mama ganz alleine. Will sie kämpfen oder nicht, so viele Fragen, die nur sie entscheiden kann.
    Es tut mir so leid dass ihr so eine schwere Zeit erlebt und finde du schlägst dich gut. Ich freu mich auch, dass du das Forum nutzt um dir etwas Rückhalt zu holen und dir wichtige Dinge mitzuteilen.

    Deine Frage ursprünglich, nach einem gehaltvollen Frühstück: ich mag alles mit Avocado gerne, die mixe ich zu Cremes mit Joghurt, Topfen oder Mascarpone. Dann gebe ich noch Flohsamen und Chiasamen oder auch Sojaflocken dazu, dann wird das ganze (über Nacht im Eiskasten) schön fest und cremig. Dies sättigt sehr, hat viele kcal, schmeckt super und du kannst alles dazu geben was deine Mama mag, wie Obst, Flocken, Honig, Öl etc.
     
  10. CowLarb

    CowLarb Stamm Mitglied

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    Ich stimme dir zu @Sandydoo
    Man kann definitiv nur eigene Erfahrungen wiedergeben, bzgl Schlucken und gesunder Kalorienreicher Ernährung.
    Was auch immer gesund bedeuten soll...
    Meine Oma hat auch in ihren letzen Wochen gerne ihre Pralinen gegessen, da war uns die Zuckerkrankheit dann auch egal.

    Zu sagen Mirco hätte Zeit verloren, nur weil er Links nicht gelesen hat, oder ebendiese nicht gut findet, finde ich gerade in dieser Situation sehr unpassend.
     
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  11. Mayestic

    Mayestic Forentroll Moderator

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    Michael sie will nicht kämpfen, sie glaubt nicht an Heilung höchstens an Schmerzlinderung und selbst an die glaubt sie nicht, sie hatte sich das alles anders vorgestellt.
    Es geht nur noch um Schmerzreduzierung und Genuß.
    Aber obwohl sie so langsam alles das essen kann was sie mag bis auf ein paar Fehltritte vom Koch zu Mittag nimmt sie weiter ab.
    Sie denkt es sind Muskeln, sie sagt sie merkt das es Muskeln sind.
    Ohne Schmerzmittel kommt sie nicht über den Tag obwohl es sich aktuell etwas zu verbessern scheint denn sie reduzieren langsam wieder und sie bewegt sich trotzdem gut. Sie bekam nun eine Orthese mit der sie täglich 2x rumrennt und sich langsam daran gewöhnen muss sie ständig zu tragen. Die soll die Muskeln iwie aufbauen und wenn man es übertreibt gibts Muskelkater.
    Sie liegt viel, zu viel, daher auch gestern die Verordnung für den Rollator, sie sitzt / liegt nur im Zimmer oder sitzt mit dem Lebensgefährten meiner Oma der quasi Stiefpapa ist unten am Eingang und begutachten alles was das Gebäude betritt oder verlässt.
    Manchmal fahren sie in die Stadt aber meistens kommen die Leute zu ihr.

    Wenn die Chemos nix gebracht haben war das am Donnerstag die letzte Chemo. Die Nebenwirkungen werden bei ihr immer stärker, es dauert länger sich zu normalisieren.
    Diese Nebenwirkungen sind es ihr nicht wert weiter Chemo zu machen wenn die Chemo nix bringt. Sie hat mehr Angst vor den Nebenwirkungen als alles andere.

    Die Antwort ob die Chemo was gebracht hat gibt es erst nächste Woche bzw nächste Woche CT und in der ersten Novemberwoche dann die Ergebnisse. Dann entscheidet sich ob sie die Chemo weitermacht oder ob sie als austherapiert gilt und evtl eine Platz im Hospitz bekommt.

    Meine Mutter wäre sicher aufgeschlossener gewesen bezüglich Ernährung wenn es "nur" Lungenkrebs gewesen wäre aber seitdem sie weiß das da lauter Metastasen sind und diese nicht heilbar (laut Schulmedizin), nicht operabel etc sind geht es nicht mehr um Heilung. Hätte sie die Dignose früher bekommen wäre sie in die Niederlande gezogen um dort an Sterbehilfe ran zu kommen.

    Ich hingegen mache nicht viel ausser ihr ab und zu ein paar Regeln aufzuerlegen. Darüber beschwerte sie sich auch schon ein wenig weil das war ja immer andersrum. Aber ich weiß auch was sie will, wir haben lange genug über die Patientenverfügung geredet und ich muss mich manchmal zügeln das ich sie nicht zu sehr dränge etwas zu tun was sie eigentlich nie wollte, mir zu liebe aber tut / tun würde. Für mich ist es immer noch schwer zu akzeptieren das sie sich scheinbar aufgegeben hat, manche in der Familie meinten zu mir auch schon ich müsste mehr tun, ich müsste sie zu irgendwas drängen weil es richtig erscheint aber es ist nun mal nicht ihr Wille. Ich würde sie am liebsten durch die Gegend schleifen und vielleicht werd ich mir dafür lang Vorwürfe machen denn man hätte ja mehr tun können. Aber es geht nicht mehr darum was ich will. Ich hab so unendlich Schiss davor das ich iwann bestimmen muss ob der Stecker nur wirklich gezogen werden soll, daher macht es einem die Patientenverfügung deutlich leichter denn ich würde mich aktuell vielleicht nicht dazu durchringen können.

    Von daher es geht nur noch um ne ausgewogene Ernährung ohne Risiken, aktuell eher um hochkalorienhaltiges bzw hoch nährstoffreiches und es sollte auch noch schmecken :)
    ZeroCarb ist aktuell nix für sie aber wir müssen das Essen iwie aufpeppen. Bei ihr ist die DGE noch sehr präsent, es wird jetzt ne Überwindung für sie nen Teelöffel Leinöl morgens und abends in den griechischen Joghurt zu mischen.
    Aber sie hat wenigstens schon mal erwähnt das er ihr wesentlich besser schmeckt, sie hat auch die letzten 30 Jahre niemals 40% Quark gegessen und merkte vorn paar Wochen erst mal wie lecker der schmeckt.

    Somit zum Fazit jetzt wo sie noch alles essen kann muss es genussvoll sein und das Gewicht sollte nicht weiter sinken.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Oktober 2016
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  13. Michael62

    Michael62 Stamm Mitglied

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    Sandy, CowLarb, sicher mag es sein, dass ich hart und konkret schreibe, wo Empathie angesagt wäre.

    Mirco hat vor langer Zeit genau zu den Themen schon mal die notwendigen Links und Informationen bekommen und diese Fäden nicht aufgegriffen.

    Ob ich definitiv weiss, dass seine Mutter heilen kann? Was hilft?

    Nein, habe ich auch nie behauptet.

    Ich habe nur das Ergebnis meiner tausende von Seiten umfassenden Recherchen zu dem Thema zusammengefasst.

    Wir haben folgende persönliche Erfahrungen:

    2:4

    Zwei haben sich auf "Esotherik" plus Schulmedizin verlassen, leben noch, vier unserer Freunde haben sich auf die Schulmedizin alleine verlassen (fünf mit einem guten Bekannten) und leben nicht mehr, trotz guter Prognosen.

    Die beiden noch lebenden hatten sehr schlechte Prognosen.

    Es ist allerdings kein gestreutes Lungenkarzinom sondern gestreutes Brustkarzinom in dem einen Fall und Leukämie in spätem Stadium in dem anderen Fall.

    Andrew Scarborough hatte wenige Wochen, ist heute geheilt, deswegen der Kontakt, ich hatte den Mir o schonmal gegeben. Die Hirnmetastasen und der Krebs von ihm könnten ähnlich sein.

    Am Ende ist aber Alles was wir hier schreiben egal, weil Mirco immer macht, was er will und selbst das ohne jeden Belang ist, weil es das Leben (und ggf Sterben) seiner Mutter ist, diese trifft da eigene Entscheidungen, erkönnte nur helfen, wenn Sie Hilfe will.
     
  14. Michael62

    Michael62 Stamm Mitglied

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    Mirco, wenn du ihr helfen willst, lese "Die Reisen der Seele" und "Prana healing", wobei du dich nur auf "Lösung" und "Schmerzausschaltung" reduzierst.

    Du kannst den Schnerz in einem Punkt oder Sammelknoten wegschalten.

    Bei der Lösung kannst du ihr mit "Orange" im Herzchackra helfen, du musst aber ihre Zustimmung haben.
     
  15. PerditaX

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    Wenn man nicht gut essen kann, hilft manchmal Kinderessen. Was habt ihr denn früher mit Mama gegessen? Als ihr Kinder ward, bei Krankheiten oder an Festtagen, Hauptgericht oder Nachtisch, völlig wurscht.

    Gemeinsam essen, auch im Heim. Wenn ihr mit Mama esst (muss ja immer nur einer oder zwei sein), versucht sie es sicher auch ein bisschen mehr. Ev. ein Kaffeetrinken am WE oder Pizza am Freitag Abend, je nach eurer Familiensituation.

    Das letzte schöne Familienbeisammensein mit meinem Schwiegervater war ein "Kaffeetrinken" mit Sekt und Käsetörtchen. Zu dieser Zeit hat er schon fast nix mehr gegessen, aber an dem Nachmittag schon.

    Lies dir die Tipps durch und dann folge deinem Gefühl, besser kannst du es nicht machen.
     
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  16. Mayestic

    Mayestic Forentroll Moderator

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    Nein sie kann gut und selbstständig essen, sie isst nur zu wenig oder hatte die letzten Tage noch nen Eimer neben dem Bett stehn weil sie andauern kotzen muss.
    Nur direkt nach der Chemo brauchte sie Hilfe weil sie z.B. das Fleisch nicht schneiden konnte wegen der Taubheit in den Fingern.
    Gegen die Übelkeit gibts zwar Pillen und die helfen auch ganz gut und es lässt auch langsam nach, der Magen rebelliert nicht mehr so, es gibt weniger Luft.
    Aber sie isst halt generell zu wenig, essen ist anstrengend und wenn einem die ganze Zeit schon schlecht ist schiebt man sich nicht noch Käsekuchen rein.
    Aktuell gleicht ihr Zimmer einem Tante Emma Laden. Da liegt lauter Obst, im Kleiderschrank stapelt sich das Dosenfutter, jeden Tag bringt iwer nen Kuchen, Plätzchen oder ein Eis mit.
    Gestern hab ich Hähnchen mitgebracht, heute gibt es Suppe die ne Freundin von ihr gekocht hat, am Samstag gehn sie essen da gibt es ein Weiderind-Rumpsteak vom Eifel-Rind was hier hinterm Seniorenheim gezüchtet wird, am Sonntag macht Oma Sauerbraten.
    Das kann sie alles essen. Aber es reicht nicht, sie kann nur kleine Portionen essen, sie muss sich nach dem essen hinlegen weil es anstrengend ist.

    Ich will das Essen iwie aufpeppen, klar kann man da stur wie bei uns Mayo und Öl draufkippen nur da wird sie sich weigern.
    Ich hab ihr schon mal erzählt was ich morgens als Frühstück trinke, das findet sie eklig. Mir schmeckt das total :)
    Sie ist der Brot-, Müsli- und Obstesser morgens, mittags was warmes und abends nur Brot und da müssen wir iwas aufpeppen.
     
  17. Sandydoo

    Sandydoo Stamm Mitglied

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    erstens das und zweitens, deine Freunde glaubten wahrscheinlich daran und WOLLTEN diesen Weg gehen. Dann bin ich auch der Meinung, dass es klappen KÖNNTE. ( Der Glaube an die eigene Kraft kann Berge versetzen). Aber die Mama von Mirco will es nicht, sie will nicht kämpfen und glaubt nicht daran.
    Und es ist ausschließlich IHR Wille, Mirco verhält sich, m.E., total richtig. Er akzeptiert ihren Willen, versucht sich danach zu richten und einiges einfließen zu lassen, wovon er überzeugt ist. Das ist sicher die schwierigste Aufgabe (den Willen eines anderen über den eigenen zu stellen), die Mirco super begleitet.
     
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  18. PerditaX

    PerditaX Bibliothekarin Moderator

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    Deine Verwandschaft soll mal bitte selber was tun oder ihre "Ratschläge" für sich behalten. Da geht mit doch gleich das Messer in der Tasche auf. :mad:

    Mach dir keine Vorwürfe, jetzt nicht und auch nicht später.

    Letztlich ist es ihre Entscheidung und wir können nicht wissen, wie es sich für sie anfühlt. Mein Schwiegervater war schwer Zuckerkrank, was man da hätte machen können............. Aber es ging nicht. Es hat uns in der Seele weh getan das anzusehen. Wir haben ihn begleitet, so gut wir konnten, auch mal genötigt (Arztbesuche und Umzug in's Heim), die Aufgaben unter uns verteilt und die Verwandschaft um Hilfe gebeten und ihn am Ende gehen lassen.

    :hi:
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Oktober 2016
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  19. Michael62

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  20. Mausal

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    weiblich
    Ort:
    Weißwurstäquator
    Größe:
    1,68 m
    Gewicht:
    ~ 61 kg
    Zielgewicht:
    60 - 62 kg
    Diätart:
    Gewicht halten, ca. 2000 kcal
    Ohne jetzt die genauen Hintergründe zu kennen nur das, was ich auf die Schnelle gelesen habe: Andrew Scarborough ist ein sehr spezieller Fall. Er hatte Krebs im Gehirn ausgehend von den Gliazellen - keine Metastasen, sondern im Gehirn selbst entstanden! - also eine sehr spezielle Form von Krebs. Da spielt die Blut-Hirn-Schranke von Beginn an eine entscheidende Rolle. So etwas hat man bei keiner einzigen anderen Krebsart und kann es deshalb auch nicht mit anderen vergleichen.

    Es gibt Menschen, die wirklich bis zum Schluss mit allen Mitteln und egal mit welchen Schmerzen kämpfen wollen, um sagen zu können "ich habe alles menschenmögliche versucht". Diese Menschen versuchen wirklich alles und begeben sich oft in die Hände von Ärzten mit innovativen Therapien (mir fällt da jetzt gerade der niederländische Arzt ein, der durch seine alternative Krebs-Therapie mehrere Menschen mit seinen Infusionen getötet hat). Es gibt jedoch kein Heilmittel gegen Krebs. Gäbe es eines, würden die reichsten Menschen der Welt all ihr Vermögen dafür opfern. Auch eine radikale Ernährungsumstellung heilt keinen Krebs - sie kann nur das Immunsystem in seiner Arbeit unterstützen. Und auch hier scheiden sich die Geister was nun wirklich hilft: viel Gemüse und viele Vitamine oder radikale Fleisch-Fett-Diät. Keiner weiß es und wie man es macht ist es am Ende vielleicht genau der falsche Weg.

    Wenn jemand also nicht kämpfen will, sondern den Rest seines Lebens noch einigermaßen genießen will und so schmerzfrei wie möglich gestalten will, dann sollte man das akzeptieren. Vielleicht ist das auch der bessere Weg! Stell dir vor man kämpft und nimmt so viele Strapazen, Einschränkungen und Schmerzen auf sich und am Ende verlängert man sein Leben dadurch auch nicht. Dann doch besser die verbleibende Zeit genießen.

    Ein vielleicht wichtiger Punkt: Die meisten Menschen sterben nicht am Krebs selbst, sondern an der Chemotherapie und/oder der körperlichen Auszehrung. Diese Auszehrung gilt es unbedingt zu verhindern und da lieber Mirco handelst du jetzt genau richtig, indem du dir Gedanken um das Essen deiner Mutter machst. Gib ihr alles was sie möchte und sei einfach nur für sie da, damit handelst du genau richtig. Verbring noch schöne Zeit mit deiner Mutter (je nach Gesundheitszustand vielleicht auch mal außerhalb des Krankenhauses) und bereitet euch gemeinsam auf den Abschied vor. Ist deine Mutter ein gläubiger Mensch? Falls ja würde ihr vielleicht auch ein Gespräch mit einem Pastor oder einem anderen Seelsorger gut tun.
     
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  21. Mayestic

    Mayestic Forentroll Moderator

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    31% Körperfett (19.09.17), 121 KG
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    Nein meine Mutter ist absolut ungläubig, so wie ich. Wünschenswert wäre es, man kann darüber natürlich auch ne Art Zufriedenheit generieren oder sich selbst Mut zusprechen durchzuhalten.
    Aber nach der Auffassung von uns kann uns kein Gott in die Scheiße reiten und er kann uns nicht helfen, wir machen alles selber, egal ob kostruktiv oder destruktiv.
    Wir hatten das Thema letztens das sie genug Leute kennt die im Alter mit Krankheit plötzlich wieder in die Kirchen stürmten aber sie macht das nicht.
    Sie trat vor vielen Jahren aus der Kirche aus und hat mit dem Verein nix mehr zu tun.
    Sie ist aber iwie schon noch gläubig aber eben nicht so wie es die Kirchen vermarkten.
    Sie hat die Bibel mal komplett gelesen, hat sich auch andere Religionen angeschaut und eingelesen aber das ist alles nix für sie.
    Wir sind alle keine Kirchengänger mehr in der Familie, wir wurden nur so erzogen, ich war mal Messdiener, Taufe, Kommunion, Konfirmation, Heirat haben wir alles durch. Die einzige Ausnahme war mein Großvater der wanderte iwann zur Neuapostolischen Kirche wegen seiner Freundin.
    Nette Leute, nicht aufdringlich wie meine Freunde von den Zeugen Jehovas die neben meiner Mutter ihren Königreichssaal gebaut haben, sehr freundlich und sie lassen ihren Kindern z.B. auch die freie Wahl aber der Glaube fehlte uns einfach. Die Gemeinschaft aber war toll.

    Wenn die Lichter ausgehn bleiben sie aus, es gibt nix nach dem Tod, das ist nur Wunschdenken.
    Aber jeder darf glauben was er will solange er keinen anderen damit schädigt.
    Wenn es den Menschen Mut und Hoffnung gibt sich nicht ganz gehn zu lassen bin ich sogar froh das sie gläubig sind, das gibt ihnen Halt im Leben wo sonst keiner ist / wahr.

    Seelsorger gibt es im Seniorenheim, es gibt diesen sozialen Dienst, es gibt ne Psycho-Tante, alle sehr nett aber in wie fern sie die kontaktiert weiß ich nicht.
    Ich hatte ihr das mal geraten weil es evtl Dinge gibt über die man leichter mit Fremden reden kann, ich kenne das von mir.
    Aber sie meinte nur das es da nix gäbe, sie redet mit allen offen über ihre Gedanken und Ängste.

    Die Sache die mir halt Sorgen macht und da beißt es sich mit ihrem Willen ist das wenn es nicht nach ihrem Willen läuft sie ihr Leben nicht mehr lebenswert empfindet.
    Sie dachte halt sie könnte ne kurze Zeit voll aufdrehn wie früher und dann schnell sterben aber aktuell entwickelt sich alles in einen langfristigen Tod der mit viel Schmerzen und Einschränkungen verbunden ist und das so nicht lebenswert für sie ist.
    Ich selbst kann nicht beurteilen ab wann man es sein lassen sollte sich Hoffnungen zu machen und bis wann Hoffnungen auf leichte Besserungen noch realistisch sind.
    Es geht halt alles so schnell (wenn man bedenkt das sie Anfang August noch 30 Stunden pro Woche arbeitete, in Turngruppen und Muckibuden war, im Garten stand und heute kann sie sich kaum noch bewegen, bekommt ne Orthese und nen Rollator, kann sich nicht mehr allein anziehn oder komplett waschen) und ich denke mir immer das die Dinge halt ihre Zeit brauchen aber sie sieht nur das direkt nach der Chemo sich nix verbessert, es gibt nur Nebenwirkungen und ihr die Zeit nur davon rennt und diese Zeit auch noch geprägt ist von Schmerz, Angst und Verzicht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Oktober 2016
  22. Pummel

    Pummel Stamm Mitglied

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    Ich finde es echt super, wie du dich um deine Mutter kümmerst und dabei in erster Linie ihren Willen respektierst. Du machst das aus meiner Sicht schon völlig richtig. Allerdings hilft es vermutlich auch wenig, deine Mutter mit allerhand Nahrungsangeboten zu überhäufen, wenn ihr eh schon dauernd übel ist.
    Es gibt in der Apotheke verschiedene Arten hochkalorischer Trinknahrung, die viele Krebspatienten erhalten, um eine weitere Gewichtsabnahme zu verhindern bzw. zu reduzieren. Welche genau die richtige Sorte für deine Mutter wäre, solltest du mit dem Arzt deiner Mutter absprechen, da es in diesem Bereich verschiede Fertigdrinks - je nach Grunderkrankung - gibt, außerdem sind diese Drinks verordnungsfähig durch den Arzt. Vielleicht fällt es deiner Mutter ja leichter, so ein kleines Trinkfläschchen zu den Mahlzeiten mit einzubauen, als größere Mengen normale Lebensmittel zu essen?

    Ich wünsche euch noch viel Kraft auf diesem Weg, den wir ja alle mal gehen müssen.
     
  23. Mayestic

    Mayestic Forentroll Moderator

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    Sport = viele KH, kein Sport = wenig KH :)
    Ja, die "Astronautennahrung" hat sie bei der Chemo kennen gelernt.
    Die Leute werden vor der Chemo dort immer gewogen und da kam halt raus das sie schon wieder abgenommen hatte.
    Eine andere Frau die dort war hat man tatsächlich wieder heim geschickt und sie eben mit diesen Fläschchen versorgt um erst mal zuzunehmen, sie hätte die Chemo davor schon sehr schlecht vertragen weil sie sehr ausgezehrt war.

    Meine Mutter wiegt mit 59 Jahren und 172 cm Körpergröße noch 70 KG also Normalgewichtig aber das sind schon wieder 2 KG weniger als vor drei Wochen bei der ersten Chemo.
    Sie meint halt es sind hauptsächlich Muskeln und wir schaun nun das sie so etwa ihre 100g Eiweiß pro Tag futtert und überall Leinöl reinknallt.
    Obst soll halt noch her weil sie zwar NEM, Enzyme, B12, Calzium usw bekommt aber richtige Früchte gefallen der Ärztin besser als Pillen.
    Insgesamt hat sie in einem Jahr nun 20 KG abgenommen, teilweise aber auch mit 6 wochen Yokebe-Zeugs.

    Notfalls experimentiere ich ein wenig, machn paar Smoothies oder kaufe sie und knall da Kokosöl rein. Ich glaube nicht das man da viel Unterschied schmeckt.
    Also ich zumindest schmecke meine 55g Fett (20g Leinöl, 20g Kokosöl, 50g Kokosmilch (ca. 15g Kokosöl)) zum Frühstück überhaupt nicht und da gibt es auch keine Fettaugen auf der "Suppe" nachdem das aus dem Mixer kommt.

    Da käme auch wieder der Kühlschrank ins Gespräch denn ohne den wird es schwer Eiweiß zuzufüttern weil so versessen ist sie z.B. auf Nüsse auch nicht. Walnüsse isst sie 4-5 am Tag aber auch nur weil sie tonnenweise im Garten liegen und umsonst sind.
     
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