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AZI1974

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09. Juni 2024
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Keto und Intervallfasten
Moin

Ich habe vor Jahren schon mal mit Atkins abgenommen und Jahrelang gehalten.
2012 musste dann meine Schilddrüse zum Großen teil entfernt werden, das und eine nicht ganz so ordentliche Ernährung brauchten mir 20 kg und dann kam die MS, Stoßtherapien und Medikamente, die haben noch mal ein paar Kilo draufgepackt seit letzten Sommer...

Entsprechend muss ich mich jetzt endlich wieder zusammenreissen, und wieder richtig essen und abnehmen, bevor es noch mehr wird.

Ich kombinieren Intervallfasten mit Keto. Das mach ich jetzt seit 25.05. also knapp 3 Wochen und hab 3,5 kg schon weg. Das entspricht auch fast dem Rechnerischen Verlust. Ich tracke die Kalorien und rechne entsprechend die Wahrscheinliche Fettabnahme aus. Natürlich ist das dennoch nur eine Theorie.

Aus Interesse und weil ich schon länger zusätzliche Probleme habe, habe ich mir letzte Woche einen Blutzuckersensor besorgt und gesetzt. Dabei kam heraus, dass mein Nüchternzucker zu hoch ist. Aber nur der. Nach dem essen geht es im üblichen Rahmen runter, nur pendelt es sich halt auf einem hohen niveau ein... Ich beobachte das jetzt mal weiter (Der Sensor sitzt immer ca 14 Tage) , Laut ICD wäre das mindestens Prädiabetes. Es kann aber auch fehlerhafte Regelung sein, da ich auch eine zu Hohe Grundtemperatur habe und einen Bluthochdruck, alles wird vom Hypothalamus gesteuert und der Gehört nun mal zum Gehirn... ggf nagt auch die MS da an der Falschen Stelle... keine Ahnung...

Also hab ich mir weitere Sensoren bestellt, um das weiter zu beobachten. Theoretisch müsste ein Prädiabetes relativ schnell auf Ketogene Diät reagieren. Mal schauen... Theoretisch sage ich drückt die Daumen das es Prädiabetes ist, wenn es die MS ist könnte das zu weiteren Problemen führen...
 
Hallo und willkommen, dir auch einen schönen Sonntag! ☀️

Wenn du IF machst, vermute ich, dass du das Frühstück ausfallen lässt?
Wenn du eine Kleinigkeit isst, wird dein BZ vermutlich sinken.
@SonjaLena hat dafür ein Ei gegessen und positive Erfahrungen bzgl Dawn-Phänomen gemacht.

Willst du deine Erfahrungen mit dem CGM und deiner Ernährungsweise in einem TB dokumentieren.
Das wäre spannend. Ich mache auch immer mal solche Testphasen, um die für mich richtige Nahrungszusammenstellung auszuloten.
 
Hallo AZI und Willkommen!

Ketose verursacht eine physiologische Insulinresistenz, das DAWN-Phänomen am Morgen. Allerdings nicht bei allen Menschen.

Das bedeutet nur, dass etwa zwischen 4-6 Uhr irgendwann der Stoffwechsel für das Wachwerden vorbereitet. Aufgrund der Ketonwerte im Blut wird dann Adrenalin und Cortisol ausgeschüttet, die wiederum für eine Gluconeogenese aus Protein sorgen. Auch eine höhere Körpertemperatur und der Blutdruck steigt.

Also fang ich an zu schwitzen, auch der Puls geht hoch und ich werde wach. Und damit ich dann auch gleich auf die Jagd gehen kann, bzw. Beeren und Wurzeln sammeln, ist auch schon mal ausreichend BZ im Blut damit das Gehirn und die glucoseabhängigen Zellen versorgt sind bis zur nächsten Mahlzeit. Gute Sache.

Wenn du also dann den NBZ misst, ist er relativ hoch. Und da bleibt er auch, bis du etwas isst. Denn jede Form der Nahrungsaufnahme führt zu einer Insulinausschüttung und der BZ normalisiert sich. So kann mein NBZ am Morgen bei 120 liegen und nach einem blanken hartgekochten Ei eine Stunde später bei 90 - einfach weil Insulin ausgeschüttet wird. Und das senkt halt mal dann den bestehenden BZ. Könnten auch ein paar Nüsse oder Beeren sein, würde auch gehen.

Von daher schenke ich mir inzwischen IF und sorge für ein frühes Frühstück zb Ei und mache dafür dann ne Pause von 5-6h bei niedrigem BZ. Halte ich inzwischen für sinnvoller. Und es funktioniert ja auch. Mein HbA1c ist inzwischen bei 5,3 von vor Jahren 7,6 bei IF und Keto.

Tatsächlich sind die ganzen Empfehlungen sehr allgemein, meist von Männern oder jungen Frauen. Deshalb haben sie für mich leider auch keine Gültigkeit mehr, dafür bin ich zu alt und habe mir auf dem Weg einige Handicaps zugelegt, mit denen ich umzugehen habe. Und das kann dann ganz anders aussehen, als man in einem Keto-Forum erwarten würde.

Mein Ziel ist es, so gesund wie möglich alt zu werden bei klarem Verstand. Dann darf ich ihn auch für mich nutzen, oder?
 
Willkommen und viel Spaß hier im Forum.

Ich würde auch bei den Mess-Gimmicks vorsichtig sein. Anerkannt medizinische Geräte sind (in ihrem Bereich) meist hinreichend genau. Alles Andere ist wertloses Spielzeug.

- Wenn man anfängt irgendwas zu berechnen sollte man sich klar machen, dass meist die Eingabewerte schon nicht viel taugen.
- Körpergröße lässt sich gut messen, schwankt meist bis zu 2%.
- Gewicht könnten wir theoretisch auch aufs Gramm genau ermitteln, aber auch hier haben wir bereits 2-4% Schwankungen.
- Den Energiebedarf kann man als Momentaufnahme über den Sauerstoffverbrauch messen, wobei dieses Ergebnis schon deutlich ungenauer ist. Was so eine Momentaufnahme aussagt, steht dabei auf einem ganz anderen Blatt.
- Körperfett, Muskelmasse usw. kann man nicht mit einer sinnvollen Genauigkeit messen

Wenn man mit solchen Werten dann rechnet, muss man die Fehler als ganz konsequent mit durchrechnen. Also wenn wir mit der Körpergröße und dem Gewicht rechnen, multipliziert sich der Fehler auf: 2% + 4% ergeben dann schon leicht über 6%. Kommen aber andere Werte hinzu, wie z.B. der Energiebedarf, den wir vermutlich nicht genauer als (optimistische Schätzung) 10% ermitteln können, liegt der Fehler dann schon bei knappen 17%.

Wenn wir das mal in einen mittleren Tagesbedarf von 2000 kcal reinwerfen, wären das 333 kcal rauf oder runter und damit sind wir bei einem Wert, den wir genau so gut und ohne jede Messung raten können
 
@tiga
Der Sinn deines Kommentars erschließt sich mir leider gerade nicht.... Selbstverständlich weiß ich wie jeder andere auch dass Kalorien berechnen nur eine Orientierung ist, aber sie hilft die Plausibilität gewisser Ergebnisse zu eruieren...

Und ja ich habe einen Medizinischen Sensor, kein Spielzeug

@SonjaLena
Danke für die Hinweise, ich habe auch schon gegoogelt und das Dawn Phänomen gefunden. Nach den ersetn Nächten kam es mir auch Plausibel vor, weil ich in den Nächten auch einen Drop Down hatte ehe es sich dann wieder hoch einpendelte.
Aber letzte Nacht zum Beispiel kam es zu keinem Drop down, es pendelte abends ein und blieb da die ganze nacht und zwar zwischen 120 und 130! Kein Dropdown, keine plötzliche erhöhung, sondern ein schönes Pendel..

Morgens trink ich meist ein Ketoshake, mir ist auch schon aufgefallen, das es danach kurz weiter runter geht, aber meist pendelt es dann doch wieder auch den Bereich 120-130 ein. Ich muss es beobachten.

Mein Intervall ist 3 zu 4, also 3 Tage mit ca 500 Kcal (Proteinlastig) und dafür die anderen 4 "Normal" essen, den kompletten umsatz. Abnahme erfolgt durch das defizit an den Fastentage.
 
Selbstverständlich weiß ich wie jeder andere auch dass Kalorien berechnen nur eine Orientierung ist
Das ist prima, dass du das weißt. Die Erfahrung lehrt, dass dies bei vielen nicht so ist. Da wird wild gerechnet und wer weiß was in die Ergenisse hineininterpretiert.
Am Ende lohnt es sich aber nicht, sich über solche Werte wirklich Gedanken zu machen, da sie nur zufällig mal in die richtige Richtung zeigen. Selbst wenn man auf andere Ergebnisse kommt, deutet dies doch eher auf Probleme mit den Messwerten hin, als dass man von dort auf körperliche Probleme schließen könnte. Also ist auch die Plausibilität der Werte eher Zufall.
Man kann so etwas machen, wenn man da Spaß dran hat.

Mit dem medizinischen Gerät bist du auf jeden Fall mal auf der richtigen Schiene unterwegs. Auch das ist in letzter Zeit leider eher zur Ausnahme, als zur Regel geworden.

Viel interessanter als einzelne Messwerte sind übrigens Trends über die Zeit. Es ist also durchaus keine schlechte Idee solche Werte in einer Tabelle zu notieren und sie in Kurven darzustellen. Da kann man dann mit einem Blick Ausreißer lokalisieren und erkennt eine Richtung in die es geht. Ich fand das lange Zeit sehr motivierend.
In diese Tabelle kann man durchaus auch solche mehr oder weniger geratenen Werte wie den Energiebedarf mit eintragen. Habe ich auch gemacht und konnte dabei sehr gut feststellen, dass die Einzelwerte sehr ungenau sein mussten, da ich vermutlich doch einen komplett anderen Bedarf hatte.
 
Hallo AZ1974, ich wünsche dir viel Erfolg!

mir ist auch schon aufgefallen, das es danach kurz weiter runter geht, aber meist pendelt es dann doch wieder auch den Bereich 120-130 ein. Ich muss es beobachten.
Theoretisch sage ich drückt die Daumen das es Prädiabetes ist, wenn es die MS ist könnte das zu weiteren Problemen führen...
MS ist keine schöne Diagnose aber mittlerweile gut behandelbar, ich habe selber einige Fälle im unmittelbaren Freundes und Bekanntenkreis, die das auch schon viele Jahre haben und gut damit zurecht kommen

Du sagtest, das deine Ernährung die letzten Jahre nicht unbedingt gut sei und auch Medikamente, gerade Cortison sind jetzt nicht gerade harmlos. Bei mir hat es sehr lange gedauert, bis die Begleiterscheinungen vom Cortison weg waren. Wobei ich es auch sehr lange nehmen musste.

Ob der BZ schon vor der MS so hoch war wirst du jetzt nicht mehr erfahren, aber mit der passenden Ernährung und noch ein Paar Kilo weniger wird das schon werden :)
 
Laut ICD wäre das mindestens Prädiabetes. Es kann aber auch fehlerhafte Regelung sein, da ich auch eine zu Hohe Grundtemperatur habe und einen Bluthochdruck, alles wird vom Hypothalamus gesteuert und der Gehört nun mal zum Gehirn... ggf nagt auch die MS da an der Falschen Stelle... keine Ahnung...

Mojenn!

Da fallen mir gerade noch ein paar Sachen dazu ein.
Kennst du Propionat? Das ist sowohl fürs Mikrobiom als auch eine mögliche MS und den Rest vom Hirn hilfreich und ansonsten nicht schädlich. Hilft mir phasenweise ganz gut.

Eine hohe Basaltemperatur? Auch warme Hände und Füße? Blutdruck? Diese Hypothalamusfunktion kann auf einen speziellen Harnsäure-Zyklus hinweisen, der genetisch bedingt ist und früher ein Vorteil für das Überleben in schlechten Zeiten war. Heute weiß man nicht viel darüber - aber es gibt Hinweise.

Wie sind denn deine Harnsäurewerte, wenn ich mal fragen darf?

Ok, ist vielleicht alles ein bisschen viel so gleich am Anfang. Lass dir mit all dem Zeit und finde deinen Rhythmus mit dir. Es sind ja nur Ideen, die sich für mich als richtig erwiesen haben. Das muss für dich gar nix bedeuten.

Und tiga's Messwerte-Eskalationen sollen meines Erachtens auch nur auf einen "normalen" Menschenverstand hinweisen und weg vom mechanistischen Denken.
 
Moin oder besser nachmittag...

Danke für eure Hinweise.
Propionat kenn ich noch nicht, werd ich mir mal anschauen.
Das mit dem Harnsäurezyklus und Hypothalamus ist mir neu.
Ich hab schon seit Jahren eine zu hohe Körpertemperatur, in der Regel auch in Händen und Füßen, lange vor der MS Diagnose. Am schlimmsten ist es nachts da ist mir auch im kalten Winter warm bis heiss dass ich mich nciht zudecken kann....
Eigentlich stört es nicht aber während Corona war das Blöd, deswegen war ich in der Rheimatologie und die meinten Defekt des Angeborenen Immunsystems (Aka Autoinflammation) wodurch die Temperaturregulation beeinträchtigt wird. Habe dafür Colchicin genommen. Da das Zeug aber hochgiftig ist habe ich es mittlerweile wieder abgesetzt, weil es ja nicht mehr die Probleme gibt wenn man eine zu hohe Temperatur hat. es hat eh nur das Symptom beweitigt nicht aber das Problem an sich.
Ausserdem hat Avonex, das ich zuerst gegen die MS bekommen hatte tatsächlich auch die Temperatur gesenkt, weswegen ich auch kein Problem sah das Colchicin loszuwerden. Leider habe ich Avonex nicht vertragen und musste umstellen auf Tecfidera. Das hat leider nicht dieselbe wirkung auf die Temperatur... Aber ich hab auch keine Lust wieder mit dem Colchicin anzufangen. Tja so ist das.
Nach der Temperatur war das zweite das "Kaputt ging" der Blutdruck und jetzt hat sich der Blutzucker verabschiedet....
 
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